Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina (6. bis 22. Februar) herrscht in Italien Aufregung! Grund: Frühere Spitzensportler wurden nicht als Fackelläufer berücksichtigt, dafür aber Milan-Trainer Massimiliano Allegri.
Der ehemalige Langlauf-Olympiasieger Silvio Fauner kritisierte, dass er und weitere Medaillengewinner von den Fackelläufen ausgeschlossen seien. Unterdessen nahm am Mittwoch Massimiliano Allegri, Trainer des Fußballklubs AC Milan, an der Fackelstaffel teil.
Fauner zeigte sich medial ziemlich angefressen. „Ich vertrete zehn Athleten, die insgesamt 35 olympische Medaillen gewonnen haben, angefangen bei den beiden Goldstaffeln von 1994 und 2006. Wir wurden in keinerlei Initiative im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in unserem Land auch nur im Geringsten einbezogen – weder als Fackelträger noch als Botschafter, noch in irgendeiner anderen Funktion. Nichts. Ich halte das für eine unglaubliche Beleidigung“, sagte der Ex-Spitzensportler der Sportzeitung „La Gazzetta dello Sport“.
Fauner beklagt Ausschluss zahlreicher Stars
Fauner ist derzeit stellvertretender Bürgermeister der Dolomitengemeinde Sappada. Zahlreiche frühere Stars des italienischen Wintersports seien außen vor geblieben, während viele Athleten ohne Bezug zu Winterdisziplinen als Fackelträger ausgewählt worden seien. Die Organisatoren der Winterspiele erklärten, Fauner sei wegen seines politischen Amtes ausgeschlossen worden. Nach der öffentlichen Kritik kündigten Infrastrukturminister Matteo Salvini und Sportminister Andrea Abodi ein „dringendes Treffen“ mit den Verantwortlichen an, um „sehr verwunderliche Entscheidungen“ zu klären.
Die olympische Flamme wird in den kommenden Wochen durch alle 110 Provinzen Italiens getragen. Milan-Coach Allegri lief gemeinsam mit Freiwilligen durch Borgomanero, rund 70 Kilometer nordwestlich von Mailand.
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