Viele liegen im Bett

Grippeimpfung jetzt kann die Semesterferien retten

Burgenland
14.01.2026 18:00

Das Interesse an Impfungen ist sehr gering. Dabei rollt gerade jetzt der Höhepunkt der Ansteckungswelle für grippale Infekte, Influenza und Covid über uns hinweg. Impfen wird von Experten nach wie vor angeraten. 

Die Zahlen für Krankenstände wegen grippaler Infekte und der echten Grippe (Influenza) explodieren gerade – auch im Burgenland. Und Covid bleibt weiter virulent. „Erfahrungsgemäß kommt es besonders nach Feiertagen und Urlaubsphasen zu zusätzlichen Erkrankungen,“ weiß Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).

Im Burgenland stiegen die Krankenstände wegen grippaler Infekte in der zweiten Jännerwoche von 998 auf 1607 an, die echte Grippe stieg von 124 Fällen auf 155. Corona ist mit rund 50 Arbeitsunfähigen gleichbleibend. Österreichweit stiegen die Influenzafälle stark an: Waren im Vergleichzeitraum des Vorjahres rund 3300 Personen wegen der echten Grippe krankgemeldet, so schnellte der Wert vergangene Woche auf rund 5900 Fälle hoch.

Europaweit sind Grippeviren höchst aktiv
Krauter rät weiterhin dazu, sich impfen zu lassen: „In nahezu allen Ländern Europas gibt es eine steigende Influenzaaktivität, wobei vor allem Influenza A(H3N2) maßgeblich zur aktuellen Entwicklung beiträgt. Um sich bestmöglich vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen, empfehlen wir daher dringend, die kostenlose Grippeimpfung, die nach wie vor den wirksamsten Schutz darstellt.“

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„Die Nachfrage ist schon geringer geworden, denn 99,9 Prozent jener, die sich üblicherweise impfen lassen, waren schon da.

Ärztekammer-Vize-Präsident Dr. Michael Schriefl

Wenige zusätzliche Impfwillige
Leider ist das Interesse an den Impfungen im Burgenland fast völlig zum Erliegen gekommen. Ärztekammer-Vize-Präsident Dr. Michael Schriefl hat seine Ordination in Mörbisch und meint zur „Krone“: „Die Nachfrage ist schon gering, denn 99,9 Prozent jener, die sich üblicherweise impfen lassen, waren schon da.“ Dabei würde es auch seiner Meinung nach noch Sinn machen, sich doch noch ein „Jaukerl“ zu holen.

Derzeit sind sämtliche Gratisimpfungen bei den niedergelassenen Ärzten gut verfügbar und auch nachbestellbar. Die Bestell-Situation habe sich seit Dezember wieder verbessert. Kostenlos kann man sich übrigens nicht nur gegen Influenza und Covid immunisieren lassen, „auch die Gratis-Impfung gegen Pneumokokken macht Sinn, gerade bei Menschen über 50 Jahren mit erhöhtem Risiko und für alle über 60 Jahren“, rät Schriefl.

Ärztekammer-Vize-Präsident Dr. Michael Schriefl rät zur Impfung.
Ärztekammer-Vize-Präsident Dr. Michael Schriefl rät zur Impfung.(Bild: Ärztekammer für Burgenland©)

Voller Schutz nach etwa einer Woche
Die echte Grippe schlage derzeit zwar vermehrt mit dem neuen Viren-Stamm H3N2 zu, gegen den die Impfung nicht so stark wirkt.  Dennoch bietet die Immunisierung einen verbesserten Schutz. „Ab dem Tag der Impfung dauert es etwa ein bis zwei Wochen, bis sich der Schutz ausreichend aufbaut,“ so Schriefl. Wer sich also bald für die Impfung entscheidet, wird in den Semesterferien genau den richtigen Schutz-Status erreicht haben und kann unbesorgter zum Wintersport fahren oder ins Ausland verreisen.

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