Die italienische Influencerin und Modeunternehmerin Chiara Ferragni ist am Mittwoch vom Vorwurf des schweren Betrugs freigesprochen worden. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte ihr vorgeworfen, in den Jahren 2021 und 2022 ihre Followerinnen und Follower in die Irre geführt zu haben.
In der Anklage hieß es, sie habe den Eindruck erweckt, dass ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf des italienischen Weihnachtskuchens Pandoro und von Ostereiern für krebskranke Kinder oder Jugendliche mit Behinderung bestimmt gewesen sei. Der Preis lag über dem Marktpreis und war mit Ferragnis Marke sowie persönlicher Werbung versehen worden. Aufgeflogen war das Ganze 2024.
Ferragnis Verteidigung sagte vor Gericht, dass die Influencerin keine Straftat begangen habe. Sie habe das Verfahren auf verwaltungsrechtlicher Ebene bereits abgeschlossen und 3,4 Millionen Euro gespendet. Im Dezember 2024 hatte Ferragni (38) außerdem eine Vereinbarung mit der Verbraucherorganisation Codacons abgeschlossen, wonach sie 200.000 Euro an ein Projekt zum Schutz von gewaltbetroffenen Frauen zahlt. Codacons zog daraufhin die Strafanzeige gegen die Unternehmerin zurück.
Viele Verträge aufgelöst
„Wir sind alle sehr bewegt. Ich danke allen, meinen Anwälten und meinen Followern“, sagte Ferragni nach der Entscheidung des Gerichts. Neben ihr wurden auch zwei Mitangeklagte vom Vorwurf des schweren Betrugs freigesprochen. Seit dem Skandal geht es für die Italienerin, die fast 30 Millionen Followerinnen und Follower hatte, beruflich und privat bergab. Viele Unternehmen lösten ihre Verträge mit der Modeinfluencerin auf. Im vergangenen Jahr ließ sich die Mutter von zwei kleinen Kindern von ihrem Ehemann, dem Rapper Fedez, scheiden. Die beiden hatten 2018 auf Sizilien geheiratet.
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