„Ich bereue nichts“

Trumps Mittelfinger macht diesen Arbeiter reich

Ausland
14.01.2026 17:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Donald Trump hat bei einem Werksbesuch von Ford in Detroit für großes Aufsehen gesorgt. Ein Arbeiter provozierte den US-Präsidenten und kassierte dafür einen Mittelfinger samt wüster Beschimpfungen („Fuck you, fuck you“) vom Republikaner. Der Mann wurde suspendiert – dürfte finanziell jedoch von dem Vorfall profitieren ...

Der „Washington Post“ ist es mittlerweile gelungen, den Mann aufzuspüren, der Trump zu seinem Ausbruch verleitete. TJ Sabula (40) ist ein Linienarbeiter in Detroit und beschimpfte Trump lautstark als „Schutzpatron von Pädophilen“. Das erzürnte den Republikaner so sehr, dass er – wie berichtet – komplett die Fassung verlor.

Trump vor „seinen Freunden blamiert“
„Ich bereue überhaupt nicht, ihn zur Rede gestellt zu haben.“ Dennoch befürchtet Sabula, wegen politischer Repressionen seine Arbeit zu verlieren. Eigenen Angaben zufolge wurde er infolge des Vorfalls von seiner Arbeit im Werk wegen laufender Ermittlungen freigestellt, weil er Trump „vor seinen Freunden blamiert“ habe.

Sabula, der sich politisch unabhängig sieht, betonte gegenüber der US-Zeitung, dass sein Kommentar speziell auf die Epstein-Affäre abzielte. „Ich habe nicht das Gefühl, dass das Schicksal einem oft hold ist, und wenn es doch einmal so ist, sollte man besser bereit sein, die Gelegenheit zu ergreifen“, sagte der zweifache Vater. „Und ich glaube, dass mir das heute gelungen ist.“ Ford-Offizielle verzichteten bisher auf ein Statement.

Die beschriebene Szene zum Nachschauen: 

In sozialen Netzwerken wird der Fabrikarbeiter als Held gefeiert. Am Dienstag wurde umgehend eine Online-Spendenaktion unter dem Motto „TJ Sabula ist ein Patriot!!“ gestartet, um den Provokateur nach seiner Suspendierung zu unterstützen. „Lasst uns TJ unterstützen und ihm helfen, einige Rechnungen zu bezahlen“, lautete die ursprüngliche Beschreibung der Spendenaktion auf der Webseite „gofunde.me“.

Unterstützer fluten Spendenkonto
Was eine Beschimpfung des US-Präsidenten auslösen kann, hätte der Arbeiter wohl nicht zu träumen gewagt. Mehr als 300.000 Dollar befinden sich bereits auf dem Spendenkonto. „TJ und ich konnten die Spendenaktion erfolgreich auf seinen Namen und unter seine Kontrolle übertragen. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben“, erklärte der Veranstalter. 

Der 40-Jährige sei „super dankbar“. Spender Christian P. ließ Sabula wissen: „Großer Respekt. Ich beneide dich um deinen Mut. Trink ein Bier auf mich!“ Dem „Guardian“ zufolge beteiligte sich auch die Kultband „Dropkick Murphy’s“ an dem Aufruf.

Trump kämpft aktuell mit historisch schlechten Umfragewerten. Im Durchschnitt sind 54 Prozent der befragten Amerikaner unzufrieden mit seiner bisherigen Arbeit, zeigen die jüngsten Erhebungen. Vor allem die wirtschaftliche Lage und die hohe Teuerung sorgen für Unsicherheit. Eine Mehrheit der Bevölkerung sieht den Angriff auf Venezuela zudem negativ, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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