Der frühe Rauswurf von Xabi Alonso wirft nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Fragen auf. War das Geld am Ende mitentscheidend für die überraschende Trennung vom spanischen Star-Coach?
Gerade einmal 232 Tage nach seiner Präsentation ist das Trainer-Kapitel von Xabi Alonso bei Real Madrid bereits wieder Geschichte. Öffentlich hält sich der Klub bedeckt, doch intern spielte offenbar eine brisante Vertragsklausel eine zentrale Rolle.
Alonsos Jahresgehalt soll bei rund sieben Millionen Euro gelegen haben. Dazu kamen etwa zehn Millionen Euro Ablöse, die Real im Sommer an Bayer Leverkusen überwiesen hatte, um den Basken aus seinem Vertrag zu kaufen. Insgesamt investierte Real also rund 17 Millionen Euro in ein Projekt, das sportlich nie richtig zündete.
Real spart Millionen
Wie der spanische Sender „Cadena COPE“ berichtet, enthielt Alonsos eigentlich bis 2028 laufender Vertrag eine entscheidende Passage: Wird der Trainer noch in seiner ersten Saison entlassen, muss Real lediglich das Gehalt für dieses eine Jahr zahlen, nicht aber die komplette Restlaufzeit.
Genau dieser Fall trat nun ein. Statt einer Abfindung von über 20 Millionen Euro kassiert Alonso demnach nur sieben bis neun Millionen. Für Real ein finanziell sauberer Schnitt.
Traumstart, dann der Absturz
Dabei hatte Alonsos Amtszeit vielversprechend begonnen: zehn Siege aus den ersten elf Ligaspielen, inklusive eines Clásico-Erfolgs gegen den FC Barcelona. Doch im November und Dezember folgte der sportliche Knick, Zweifel wurden lauter, die Kabine soll zunehmend schwierig gewesen sein.
Supercopa als Wendepunkt
Den finalen Ausschlag gab die 2:3-Niederlage gegen Barcelona im Supercopa-Finale in Saudi-Arabien. Nur Stunden nach der Rückkehr nach Madrid zog Präsident Florentino Pérez die Reißleine.
Der Nachfolger stand sofort fest: Álvaro Arbeloa, enger Vertrauter Alonsos und Ziehkind von Pérez, übernimmt das Kommando.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.