17.03.2019 15:00 |

Slalom in Soldeu

Feller bei Noel-Sieg Zweiter, Hirscher nur 14.

Bravo, Manuel Feller! Das ÖSV-Technik-Ass sicherte sich am Sonntag dank eines starken zweiten Laufs den zweiten Platz beim Slalom in Soldeu - nach dem ersten Durchgang war der Tiroler nur auf Rang neun gelegen. Der Sieg ging an den Franzosen Clement Noel, Dritter wurde der Schweizer Daniel Yule.

Marcel Hirscher landete nach zwei verkorksten Läufen nur auf dem 14. Rang. Der Salzburger, der sich schon zuvor die Kristallkugel für die Slalomwertung gesichert hatte, blieb damit auch im siebten Weltcup-Rennen seit der WM ohne Erfolgserlebnis. Als Halbzeit-Sechster passierten dem Salzburger auch im Finale des Slaloms in Soldeu einige Fehler. Christian Hirschbühl kam auf Platz elf, Matt landete auf dem 20. und Marc Digruber auf dem 22. Rang.

Der 26-jährige Feller arbeitete sich von Rang neun mit der zweitbesten Laufzeit nach vorne. „Ich habe kurz sogar mit dem Sieg gerechnet, dafür habe ich aber im ersten zu viel liegen gelassen. Ein Sieg wäre auch ein bisschen kitschig gewesen“, spaßte der Tiroler. „Wenn ich die zwei Ausfälle bei den Heimrennen nicht habe, dann war das eine unglaubliche Saison. Der Speed war immer da, ich habe an mich geglaubt und nur Geduld gebraucht.“ Schon im Riesentorlauf in Soldeu war er Vierter geworden und zuletzt in Kranjska Gora ebenfalls Slalom-Vierter.

„Jetzt noch ein Podestplatz, ich bin mehr als happy, damit hätte ich nach dem ersten Durchgang nicht mehr gerechnet. Ich glaube, das war fast mein bester Durchgang in diesem Jahr, so kann man eine Saison beenden“, meinte der WM-Sechste, der in Aare nicht Teil des rot-weiß-roten Dreifach-Triumphs im Torlauf durch Hirscher, Michael Matt und Marco Schwarz war.

Weltmeister Hirscher war in seinem möglicherweise letzten Rennen der Karriere nicht zurechtgekommen. Die Schneeverhältnisse seien immer die schönste Ausrede, ließ der achtfache Gesamtweltcupsieger dies nicht gelten. „Andere schaffen das auch und kommen gut zurecht. Speziell auf so einem Schnee habe ich seit eh und je Aufholbedarf, aber es sind auch nicht Manus Lieblingsbedingungen. Chapeau, er zeigt, es geht.“

In seinem letzten Rennen der Karriere landete der Deutsche Felix Neureuther auf dem siebten Platz. Dessen Abschied sah auch Feller mit „einem weinenden Auge“. Er sei immer ein Vorbild gewesen und gleich einmal ein Freund. „Ein grandioser Sportler wie Mensch. Nur das Beste für die Zukunft“, sagte Feller. Neureuther meinte, er habe mit einem guten Ergebnis aufhören wollen, deshalb sei das genau das Richtige. „Ich habe in meinem Leben genug Blödsinn gemacht, das wollte ich jetzt seriös beenden.“

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