13.03.2019 09:10 |

Untersuchung zeigt:

Fake News bei „Gelbwesten“ massiv verbreitet

Gezielte Falschmeldungen haben bei der „Gelbwesten“-Bewegung in Frankreich offenbar massive Verbreitung gefunden. Einer am Mittwoch veröffentlichten US-Untersuchung zufolge sollen 100 Falschmeldungen über 100 Millionen Mal angeklickt worden sein.

Für ihre Studie untersuchten die Online-Aktivisten von Avaaz 100 Falschmeldungen, die in Online-Netzwerken wie Facebook zwischen dem 1. November und dem 6. März die größte Aufmerksamkeit fanden. Sie wurden demnach mehr als 105 Millionen Mal angeschaut und vier Millionen Mal geteilt.

Fast neun Millionen Mal wurde der Studie zufolge etwa ein Foto einer „Gelbwesten“-Demonstration auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysees angeschaut, versehen mit dem Hinweis, es werde von Facebook zensiert und solle deshalb massenhaft geteilt werden. Die Zensur-Behauptung war jedoch frei erfunden, wie Recherchen französischer Medien ergaben.

Falsche Herkunft
Rund 3,5 Millionen Mal angesehen wurden laut Avaaz Fotos blutüberströmter Menschen mit der Beschreibung „zusammengeschlagen von der Bereitschaftspolizei“. Die Bilder entstanden aber nicht in Frankreich, sondern während der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung in Spanien, wie ein Faktencheck der Nachrichtenagentur AFP ergab.

Vertrauen in russischen Fernsehsender größer als in heimische Medien
Der Studie zufolge vertrauten Anhänger der „Gelbwesten“ dem russischen Fernsehsender RT offenbar mehr als heimischen Medien: Seine Videos von Demonstrationen wurden in Aktivisten-Gruppen doppelt so oft angesehen wie die von fünf namhaften Medien zusammengenommen - darunter die Zeitungen „Le Monde“ und „Le Figaro“ und der Sender France 2

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