03.03.2019 10:35 |

Zugeständnis

USA und Südkorea beenden gemeinsame Großmanöver

Die gemeinsamen Militärübungen der Verbündeten USA und Südkorea wurden in der Vergangenheit von Nordkorea stets scharf kritisiert. Nun wurden die mehrwöchigen, großen Frühjahrs-Feldmanöver „Foal Eagle“ sowie die parallel dazu laufende Kommandoschulung „Key Resolve“ eingestellt. Dafür beginnt am Montag das neue, neuntägige Manöver „Dong Maeng“ (Allianz).

Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Hanoi senden die USA und Südkorea ein Zeichen der Entspannung. Nach gemeinsamer Absprache werden die größten gemeinsamen Militärübungen eingestellt und durch ein kleineres Manöver namens „Dong Maeng“ ersetzt, so das gemeinsame Truppenkommando am Sonntag.

Doch auch bei „Dong Maeng“ handle es sich um eine Kommandoübung zur Stärkung des Bündnisses: „Diese Übungen sind wichtig, um die Allianz aufrechtzuerhalten und zu stärken“, hieß es. Wie viele Soldaten auf beiden Seiten daran teilnehmen, war zunächst unklar. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung gegen Bedrohungen durch Nordkorea stationiert.

Bestreben nach vollständiger Denuklearisierung
Das Pentagon erklärte die Beendigung der großen Manöver mit dem gemeinsamen Wunsch beider Länder, „Spannungen zu reduzieren und unsere diplomatischen Anstrengungen zu unterstützen, um die komplette Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel“ zu erreichen. Denuklearisierung meint die vollständige und überprüfbare Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms.

Übungen bereits 2018 verkürzt
Die USA und Südkorea hatten angesichts der Entspannung auf der koreanischen Halbinsel die Dauer der Frühjahrsübungen bereits im vergangenen Jahr verkürzt. An „Foal Eagle“ nahmen in der Vergangenheit bis zu 300.000 südkoreanische und mehr als 10.000 US-Soldaten teil. Auch andere gemeinsame Militärübungen wurden in kleinerem Umfang abgehalten oder abgesagt. Das hatte in den USA und Südkorea die Sorge ausgelöst, die militärische Bereitschaft könne geschwächt werden.

Trump stößt sich an Kosten
US-Präsident Trump hatte den Nutzen der Übungen mit Südkorea mehrfach in Frage gestellt, stieß sich an den damit verbundenen, hohen Ausgaben. Die USA würden Hunderte Millionen Dollar investieren, Südkorea würde sich an den Kosten nicht ausreichend beteiligen. Ähnliche Vorwürfe wurden von Südkorea in der Vergangenheit stets zurückgewiesen.

Seit Langem Proteste von Nordkorea
Die gemeinsamen Frühjahrsmanöver lösten in den letzten Jahren immer wieder heftige Proteste der kommunistischen Führung Nordkoreas aus, die den USA Angriffsvorbereitungen unterstellte. Die Regierungen in Washington und Seoul haben dies stets bestritten.

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