Ludwig bestohlen

Einbrecher bei Wiener Bürgermeister!

Wien
02.03.2019 06:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig wird sehr am Ausgang eines Prozesses interessiert sein, der bald im Wiener Landesgericht stattfindet: Angeklagt ist ein 34-jähriger Serbe, der im November des Vorjahres ins Haus des Spitzenpolitikers eingebrochen hat. Der Schaden betrug mehr als 5000 Euro.

Der Serbe wurde 2010 wegen Einbrüchen zu einer Haftstrafe verurteilt. Er arbeitete danach in seiner Heimat, dürfte aber seit 2015 immer wieder nach Wien gekommen sein. Hier wohnte er bei seiner Schwester und beim Schwager, die nun ebenfalls angeklagt sind - wegen Hehlerei. Dem Mann werden insgesamt 19 Einbrüche in Wohnhäuser, vor allem in Kleingartenanlagen, angelastet. Als Werkzeug verwendete er entweder einen Schraubenzieher, mit dem er Türen aufzwängte, oder Steine, mit denen er Fensterscheiben einschlug.

DNA-Spuren am Tatort hinterlassen
So auch am 1. November 2018 in einer Kleingartenanlage in Wien-Floridsdorf. Dort brach er in zwei nebeneinander liegende Häuser ein. Dass eines davon dem Wiener Stadtoberhaupt gehört, ahnte der Einbrecher nicht. Schaden: mehr als 5000 Euro. Kurz danach wurde der Serbe gefasst, vor allem aufgrund von DNA-Spuren, die er am Tatort hinterlassen hat. Teile der Beute - großteils Schmuckstücke wie Uhren, Münzen oder Halsketten - fand die Polizei in der Wohnung der Schwester. Der Gesamtschaden soll 91.000 Euro betragen.

Für den Prozess kündigt Rechtsanwalt Farid Rifaat ein Geständnis seines Mandanten an. Die Schwester und der Schwager wollen aber von der Herkunft der Schmuckstücke nichts gewusst haben.

Peter Grotter, Kronen Zeitung

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