Mi, 20. Februar 2019
02.02.2019 13:40

Ganz viele

Robben nützten „Shutdown“, Strand gekapert

Der bei Touristen sehr beliebte Drakes-Strand im nordkalifornischen Nationalpark Point Reyes ist von einer Horde See-Elefanten - und zahlreichen Robben-Babys - in Beschlag genommen worden. In den vergangenen Wochen machten sich Dutzende Tiere dort breit, der Strand ist deshalb momentan für zweibeinige Besucher nicht zugänglich. „Drakes Beach steht unter neuer Verwaltung“, scherzt die Parkverwaltung.

“Robben haben übernommen!!!“, warnt die Parkverwaltung humorvoll und lädt Schaulustige dazu ein, die Meeressäuger aus sicherer Entfernung zu beobachten. Für den tierischen „Überfall“ wird unter anderem die jüngste Haushaltssperre der US-Regierung, der sogenannte „Shutdown“, mitverantwortlich gemacht, aber auch eine höhere Flut und Winterstürme mögen eine Rolle gespielt haben, erklärten Parkbiologen dem „Marin Independent Journal“.

Der „Shutdown“ hielt mehr als einen Monat an und führte auch dazu, dass im Jänner Strände, Parkplätze und Zufahrtsstraßen im rund einer Autostunde nördlich von San Francisco gelegenen Point-Reyes-Nationalpark gesperrt blieben. Die See-Elefanten, die gewöhnlich abgelegene Buchten aufsuchen, breiteten sich infolge des „Shutdowns“ an dem menschenleeren Ausflugsziel aus.

Geburtenexplosion am Strand
Unter den Tieren waren auch zahlreiche trächtige Weibchen. Nach jüngster Zählung wurden an dem Strandabschnitt mehr als 40 Robbenbabys geboren. Bis auf einen Parkplatz und zu Picknicktischen drangen einige der See-Elefanten-Bullen vor. Das ist nicht ganz gefahrenlos: Die tonnenschweren Meeressäuger können aggressiv sein.

Spur der Verwüstung in Nationalpark
Der „Shutdown“ hatte auch in anderen Teilen Kaliforniens Auswirkungen. Im Joshua-Tree-Nationalpark wurde der Service ebenfalls für einige Tage eingestellt, die Natur daher nicht überwacht.

Vandalen gelang es, mit einem Auto abseits der Straßen eine Spur der Verwüstung im Park zu hinterlassen, Felsen wurden mit Graffiti besprüht, illegale Feuerstellen mit Joshua-Palmlilien und Wacholder beheizt. Der Ex-Leiter des Nationalparks, Curt Sauer, zu der lokalen Tageszeitung „Desert Sun“: "Was in den vergangenen 34 Tagen mit unserem Park passiert ist, ist für die nächsten 200 bis 300 Jahre nicht mehr zu reparieren."

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