Di, 16. Juli 2019
31.01.2019 16:29

Heiße Idee in Chicago

Weichen werden mit Feuer vor Einfrieren bewahrt

Eine arktische Kältewelle hat zurzeit den Mittleren Westen der USA fest im Griff. Im Zentrum der großen Kälte steht die Stadt Chicago, wo man zu ungewöhnlichen Mitteln greifen musste, um den Bahnverkehr aufrechtzuerhalten. Metra, die Zuggesellschaft der Millionenmetropole im Bundesstaat Illinois, sah sich daher gezwungen, zu höchst ungewöhnlichen Mitteln zu greifen, um die Weichen auf ihren Strecken vor dem Einfrieren zu bewahren.

Mit offenen Flammen wärmen Arbeiter die Gleise im Bereich von Weichen an. Die Flammen kommen aus gasbetriebenen Heizgeräten, die entlang der Schienen verlaufen und diese so warm halten. Damit wird verhindert, dass Weichen einfrieren und der Zugverkehr behindert wird. Zudem werden Rohrheizsysteme und Heißluftgebläse verwendet, um die kalten Schienen anzuwärmen. Mitarbeiter von Metra vor Ort sorgen dafür, dass die Feuer keine ungewollten Schäden anrichten. Übrigens: Die ÖBB bewahren die Weichen durch eine Gasheizunge vor dem Einfrieren.

In Chicago waren die Temperaturen am Mittwoch bereits auf unter minus 22 Grad Celsius gefallen. Aufgrund der eisigen Winde betrug die auf der Haut gefühlte Temperatur dort aber minus 46 Grad. Aktuell werden Temperaturen von minus 33 Grad Celsius erwartet - das sei kälter als in Teilen der Antarktis und ganz nahe am Allzeittief, das 1994 gemessen wurde, hieß es.

Ausfälle bei Flügen und Zügen
Den eisigen Temperaturen fielen allein bis Mittwochabend mehr als 3000 Flüge zum Opfer, weil die Flughäfen vielfach nicht mehr mit dem Enteisen der Maschinen nachkamen. Das Bahnunternehmen Amtrak sagte am Mittwoch alle Zugverbindungen von und nach Chicago ab.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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