Video aufgetaucht

Ehepaar stirbt beim Versuch, Attentäter zu stoppen

Ausland
16.12.2025 15:55

Fast jeder kennt mittlerweile Ahmed al-Ahmed, den „Helden von Bondi Beach“, der einem Attentäter von Sydney das Gewehr entriss. Nun wurde ein weiterer Fall von Zivilcourage bekannt – allerdings mit tragischem Ende ...

Im Mittelpunkt stehen Boris (69) und Sofia (61) Gurman. Das seit Jahrzehnten im Stadtteil Bondi lebende jüdische Ehepaar griff nach übereinstimmenden australischen Medienberichten einen der Schützen an, nachdem dieser sein Fahrzeug nahe der Brücke abgestellt hatte, von der aus die Täter das Feuer auf die Chanukka-Feier eröffneten.

Passant lieferte sich Kampf mit Attentäter
Auf Dashcam-Aufnahmen, die inzwischen in sozialen Netzwerken kursieren, ist zu sehen, wie Boris auf den Täter zuläuft und versucht, ihm die Waffe zu entreißen, während seine Frau an seiner Seite bleibt. Man sieht, wie der mutige Passant im fliederfarbenen Shirt mit dem späteren Massenmörder um die Waffe ringt, zwischenzeitlich zu Boden geht. Dann hält er die Waffe des Killers. Neben ihm steht seine Ehefrau – sichtlich schockiert.

Video: Passant wollte den Schützen am Bondi Beach stoppen

Die Aufnahmen zeigen zudem das Auto der Täter, über dessen Windschutzscheibe eine Fahne der Terrororganisation „Islamischer Staat“ gespannt war.

Ehepaar starb in den Armen des jeweils anderen
Allerdings, so australische Medien, hätte der Angreifer dann doch wieder die Oberhand gewonnen und die beiden aus kurzer Distanz erschossen. Sie wurden damit zu den ersten Opfern des Anschlags von Bondi Beach. Nach Angaben aus dem Umfeld der Familie starben sie in den Armen des jeweils anderen. Freunde bestätigten ihren Tod am Dienstag, nachdem das Paar zunächst als vermisst gegolten hatte. Die Gurmans hinterlassen einen Sohn. Im Jänner hätte das Ehepaar 35. Hochzeitstag gefeiert.

Insgesamt wurden bei dem Anschlag 15 Menschen getötet, darunter ein zehnjähriges Mädchen. Zahlreiche weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen. Auch ein Attentäter kam ums Leben. 

„Held von Sydney“ muss mehrfach operiert werden
Unterdessen besuchte Australiens Premier Anthony Albanese den Mann, der einen der Angreifer überwältigt hatte, im Krankenhaus. Der 43-jährige Ahmed al-Ahmed sei ein „wahrer australischer Held. Er ist sehr bescheiden“, sagte Albanese vor Reportern. Der in Syrien geborene Al-Ahmed hatte den Angreifer von hinten gepackt und ihm nach kurzem Kampf die Waffe entrissen, wie millionenfach in sozialen Netzwerken geklickte Aufnahmen zeigen. Er erlitt Schusswunden in der Schulter und muss mehrfach operiert werden.

Der in Syrien geborene Al-Ahmed hatte den Angreifer von hinten gepackt und ihm nach kurzem Kampf ...
Der in Syrien geborene Al-Ahmed hatte den Angreifer von hinten gepackt und ihm nach kurzem Kampf die Waffe entrissen, wie millionenfach in sozialen Netzwerken geklickte Aufnahmen zeigen. Er erlitt Schusswunden in der Schulter und muss mehrfach operiert werden.(Bild: AFP/HANDOUT)

Premier: Wir möchten den Antisemitismus ausmerzen
Die Regierung stufte die Tat vom Sonntag als antisemitischen Terroranschlag ein. Auf die Frage von ABC Sydney, ob er das Gefühl habe, genug gegen Antisemitismus in seinem Land getan zu haben, erwiderte Premier Albanese: „Wir tun, was wir können.“ Man werde weiter gegen Judenfeindlichkeit vorgehen. „Wir möchten den Antisemitismus ausmerzen. Das ist das Ziel.“

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