Stabschefin erklärt:

„Trump hat die Persönlichkeit eines Alkoholikers“

Außenpolitik
16.12.2025 17:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Überraschende Worte von der Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles: In einem Interview mit „Vanity Fair“ äußerte sie sich unverblümt über ihren Chef, US-Präsident Donald Trump. Dieser habe die „Persönlichkeit eines Alkoholikers“, sagte Wiles.

Das Magazin zitiert an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch, sondern nur dieses Fragment. Außerdem sagte Wiles über Trump: „Er handelt in der Überzeugung, dass es nichts gibt, was er nicht schaffen kann. Nichts, absolut nichts.“

Nach Veröffentlichung der brisanten Aussagen erklärte die Stabschefin, es seien „wesentliche Zusammenhänge“ im Artikel ignoriert worden, während viele Einzelheiten ausgelassen worden seien, schrieb sie auf X.

„Angriff auf den besten Präsidenten der Geschichte“
Sie gehe davon aus, dass „ein überwiegend chaotisches und negatives Bild“ von Präsident Trump und dessen Team gezeigt werden sollte. Der Text sei ein „unaufrichtig verfasster, verleumderischer Angriff auf mich und den besten Präsidenten, das beste Team des Weißen Hauses und das beste Kabinett der Geschichte“.

Unterstützung erhielt Wiles von Trumps Sprecherin, Karoline Leavitt: „Präsident Trump hat keine wichtigere und loyalere Beraterin als Susie“, schrieb sie ebenfalls auf X und verwies auf Wiles‘ vorherigen Post.

Als Stabschefin ist Wiles eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Trumps Zirkel. Umso verwunderlicher sind ihre Aussagen, die veröffentlicht wurden, noch bevor der Präsident das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit hinter sich gebracht hat. Wiles gilt als enge Vertraute Trumps und hat ihn über Jahre hinweg auf verschiedenen Positionen begleitet.

Susie Wiles kritisierte auch Vize-Präsident JD Vance und Elon Musk – Letzterer sei „bekennender ...
Susie Wiles kritisierte auch Vize-Präsident JD Vance und Elon Musk – Letzterer sei „bekennender Ketamin-Konsument“.(Bild: AFP/JIM WATSON)

Mit Blick auf Trumps Vorgehen gegen Kritiker und politische Gegner sagte sie, man könne durchaus den Eindruck gewinnen, dass es sich um Vergeltungsaktionen handle. Allerdings sei dem nicht so, sagte sie weiter. „Ich glaube nicht, dass er morgens aufwacht und an Rache denkt. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, wird er sie nutzen.“ 

Die „Vanity Fair“ gibt in ihrem Artikel elf Zeitpunkte an, an denen Gespräche mit Wiles geführt wurden. Dabei werden teils nur Satzfragmente anstelle ganzer Sätze wiedergegeben. 

Wiles über Vance: Seit einem Jahrzehnt Verschwörungstheoretiker
Auch über andere wichtige Menschen aus Trumps Umfeld sprach Wiles mit der „Vanity Fair“. Vize-Präsident JD Vance etwa sei seit einem Jahrzehnt „ein Verschwörungstheoretiker“. Elon Musk sei ein „bekennender Ketamin-Konsument“, während Justizministerin Pam Bondi bei der Bearbeitung der Epstein-Akten „völlig versagt“ habe.

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