13.01.2019 06:00 |

Babyschwimmen

Spaß im Nass

Beim Plantschen im warmem Wasser lernt das Kind, mit dem nassen Element umzugehen. Erfahren Sie, was Eltern bei dieser Art von „Gymnastik“ beachten müssen und wo gesundheitliche Probleme auftreten könnten

Um Missverständnissen vorzubeugen: Schwimmen lernt ein Kind in solchen Kursen nicht. Diese stellen auch keinen Schutz vor Ertrinken dar! Vielmehr soll es durch das „Bewegungstraining“ den Umgang mit Wasser entdecken. Entspannung und gleichzeitige Aktivität sind das Ziel. Babyschwimmen lässt sich bis zum Start eines „echten Schwimmkurses“, der frühestens mit drei Jahren möglich ist, durchführen.

Spannende Eindrücke für die Kleinsten
Das sanfte Gleiten unterstützt die (motorische) Entwicklung, das Baby sammelt neue Eindrücke. Ebenso gefördert wird die Eltern-Kind- Beziehung. Mama und Papa üben ganz automatisch sichere Griffe und Haltetechniken. Das Wassererlebnis bietet durch Hautreize (Temperatur, Druck, Hautkontakt) angenehme Erfahrungen - vorteilhaft ebenfalls für Kinder mit speziellen Bedürfnissen. Rückenschwimmen ist für Babys empfehlenswert, da sie hier gut atmen können. In Bauchlage wird krabbeln nachgeahmt, wie auch von verschiedenen Physiotherapeuten eingesetzt. Viele Eltern fürchten sich vor einem „Tauchgang“. Jeder Sprössling verfügt aber über einen Atemschutzreflex. Das bedeutet, er hält unter Wasser automatisch die Luft an. Die Eltern tauchen unter Anleitung des Kursleiters mit und können währenddessen Augenkontakt halten. Um positiv erlebt zu werden, sollte diese Bewegung für das Kleine nicht plötzlich und erschreckend kommen.

Das Mindestalter für den „Spaß im Nass“ beträgt etwa zwei Monate. Die Wassertemperatur liegt bis zum Alter von drei Jahren am besten bei 31 bis 33 Grad, es sollte leicht gechlort sein (und vom Bakteriengehalt her Trinkwasserqualität aufweisen). Bei den Stunden muss das Kind gesund sein! Günstig liegt ein Kurs, wenn er zwischen den Mahlzeiten stattfindet. Der „feuchte Aufenthalt“ dauert idealerweise 20 bis 30 Minuten. Legen Sie sich spezielle Schwimmwindeln zu. Vor der Lektion nicht eincremen, das Baby rutscht sonst leicht aus Ihren Händen.

Vorbereitung in der eigenen Badewanne
Nehmen Sie Ihren Nachwuchs ab der zehnten Lebenswoche bei 37 Grad mit in die Badewanne, gewöhnen Sie Gesicht und Kopf an die Tropfen. Temperatur vor Kursbeginn dann langsam senken. Da in manchen Bädern Duschpflicht herrscht, öfter einmal auch zu Hause ausprobieren. Eine gewissen Unterkühlungsgefahr ist gegeben. Entzündungen des Gehörgangs, seltener des Mittelohrs und Erkältungen können vorkommen. Ansteckung mit Rotaviren führt mitunter zu Brechdurchfällen, denn diese überleben selbst in gechlorten Schwimmbecken. Eine Schluckimpfung schützt davor. Nach dem Baden das meist müde Baby gleich gut abtrocknen, aufwärmen und ein Fläschchen oder die Brust anbieten. Zu einem vorzeitigen Ende des Badespaßes müssen blaue Lippen, blasse Fingernägel ebenso wie unruhiges, Wärme suchendes Verhalten führen.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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