Erstrednerin LA Christine Baur (Grüne) sprach sich für "Halbe-Halbe" auch bei den Bürgermeistern aus: "Es gibt viel zu wenige Frauen in diesen Ämtern - nämlich genau zwei." Außerdem kritisierte sie, dass es zu wenig direkte Demokratie in den Gemeinden gibt. Ähnlich ihre grüne Kollegin Maria Scheiber: "Die Bevölkerung darf nur alle sechs Jahre mitentscheiden - dazwischen schalten und walten viele Dorfkaiser, wie sie wollen."
Das wollte LA Heiner Ginther (VP) - er ist Bürgermeister von Scheibers Heimatort Elmen - nicht so stehen lassen und wurde polemisch: "Untergebene Maria, jetzt spricht dein Kaiser!" Klar, dass der Landtag brüllte (und noch mehr, als LT-Präsident van Staa noch anmerkte: "Nein, Sie ist deine Prinzessin"). Doch Spaß bei Seite: Von Kaisertum könne keine Rede sein - das müsse Scheiber genau wissen, zumal sie auf seiner Liste war und überall Einblick hatte.
LA Klaus Gasteiger (SP), selbst Ortschef von Kaltenbach, verwies darauf, dass man im Grunde genommen "Mädchen" für alles sei und stets mit einem "Fuß im Kriminal" stehe. Mehr soziale Absicherungen (auch eine Pension) für Bürgermeister fordert Bernhard Ernst (liste fritz): „Sonst finden wir bald keine Leute mehr für diese Ämter.“
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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