Mi, 23. Jänner 2019

Neue Kampagne

23.12.2018 19:41

IS droht nach Airport-Sperre mit Drohnenanschlägen

Nachdem Unbekannte diese Woche den Londoner Flughafen Gatwick lahmgelegt und ein Chaos verursacht hatten, versucht die Terrormiliz Islamischer Staat, sich diesen Vorfall zunutze zu machen: Mit einer Propagandakampagne, die zurzeit im Internet grassiert, bedroht die Organisation die westliche Welt. Der IS hatte bereits in der Vergangenheit Drohnen eingesetzt (siehe Video oben), die jüngste Provokation hat aufgrund der jüngsten Vorfälle in Gatwick besondere Brisanz.

Die Photoshop-Künstler des IS haben sich in einer neuen Kampagne ausgetobt: Auf einem Sujet ist eine Drohne zu sehen, die über Manhattan schwebt und einen Karton transportiert. Darauf steht unter dem Logo des IS: „Privater Postkasten“. Neben dem Fluggerät befindet sich der Schriftzug: „Absender: Islamischer Staat“. Darunter sieht man Szenen, die offenbar vergangene Anschläge mit Todesopfern zeigen.

Das Sujet wurde ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt veröffentlicht, als sich die Situation am betroffenen Flughafen London-Gatwick wieder beruhigt hatte. So wollen die Terroristen offenbar weiterhin die Ängste in den Metropolen der Welt schüren.

Waffendepot in Syrien mit Drohnen zerstört
Dass der IS mit handelsüblichen Drohnen großen Schaden anrichten kann, bewies die Terrororganisation vergangenes Jahr. Über ein Waffendepot der syrischen Armee wurden mithilfe unbemannter Fluggeräte Granaten abgeworfen. Diese lösten eine Kettenreaktion aus, mehrere Explosionen folgten.

50.000 Pfund Belohnung für Hinweise auf Täter
Nachdem ein verdächtiges Ehepaar erst festgenommen, aber anschließend ohne Anklage wieder freigelassen wurde, heißt es für die britische Polizei in der Causa Gatwick: zurück an den Anfang. Für Hinweise auf den oder die Täter wurde ein Kopfgeld von 50.000 Pfund (etwa 56.000 Euro) ausgesetzt.

Bei dem Anschlag wurden Drohnen über dem Flughafengelände manövriert, sodass der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden musste. Etwa 1000 Flugzeuge mussten am Boden bleiben, Hunderttausende Passagiere strandeten am Airport.

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