11.12.2018 08:23 |

Tempo-Bremse

E-Scooter: Weitere Einschränkungen in Wiener City

Während die Stadt Wien noch am angekündigten verbindlichen Leitfaden für E-Leihscooter arbeitet, verhandelt die Innere Stadt separat mit den Anbietern über Regeln. Nach Lime hat die City nun auch mit den beiden anderen derzeit in der Hauptstadt vertretenen Anbietern Vereinbarungen getroffen. Dabei geht es um Geschwindigkeitsreduktionen und weniger Abstellplätze.

Eine Reihe von Maßnahmen soll demnach umgesetzt werden, teilte Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) mit: „Grundsätzlich sind wir der Überzeugung, dass jeder seine Mobilität ausleben können soll, aber nicht auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer, etwa von Fußgängern. Daher ist es unser Ziel, die bestmöglichen Lösungen für die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt sowie der Wirtschaftstreibenden zu finden.“

Tempo-Drosselungen, Parkverbote, Aufklärung
Mit dem Unternehmen Bird hat die Innenstadt demnach ausverhandelt, dass in viel frequentierten Zonen die Gefährte automatisch auf Schrittgeschwindigkeit gedrosselt werden. Das betrifft etwa den Stephansplatz, die Kärntner Straße oder den Graben. Auch rund um die jetzigen Weihnachtsmärkte soll es Fahrern der elektrisch angetriebenen Tretroller nicht mehr möglich sein, ordentlich Gas zu geben. Bird will außerdem „Rider-Education-Events“ abhalten, also etwa Parcours-Fahrtrainings und Info-Veranstaltungen.

Der Konkurrent Tier hat sich ebenfalls zu Zugeständnissen bereit erklärt. Demnach wird man ebenfalls Geschwindigkeitsreduktionen in Fußgängerzonen und Grünanlagen und Parkverbote dort, wo Fußgänger behindert werden, einführen. Geplant sind außerdem „Maßnahmen zur Aufklärung der Nutzerinnen und Nutzer“. Mit dem Anbieter Lime hatte man sich bereits Mitte November auf Maßnahmen verständigt. Dabei ging es ebenfalls um Abstellverbote in bestimmten Gehsteigbereichen und Fußgängerzonen.

Regelwerk für Leihscooter angekündigt
Abgesehen davon hat die Stadt eine Art Regelwerk für Leihscooter angekündigt. Dabei wird es vor allem um Ausrüstungsauflagen gehen, die etwa Reflektoren, Lichtausstattung oder Beschaffenheit der Bremsen betreffen. Nur wer die Auflagen erfüllt, bekommt die künftig notwendige Zertifizierung für die jeweiligen Gefährte.

Laut Leopold Bubak, Leiter der Magistratsabteilung 65 für rechtliche Verkehrsangelegenheiten, befindet sich der Leitfaden gerade in der Fertigstellung. Er wird gemeinsam mit der Polizei erarbeitet. Dass die Anbieter kooperieren werden, hatten sie bei einem Treffen im Rathaus vor knapp drei Wochen versichert.

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