Kriminalfall gelöst?

Nadeln in Erdbeeren: Verdächtige Frau festgenommen

Ausland
11.11.2018 11:39

Knapp zwei Monate nach dem ersten Fund von Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren in Australien hat die Polizei nun eine Verdächtige festgenommen. Die 50-jährige Frau wurde am Sonntag nach „komplizierten und umfassenden Ermittlungen“ gefasst, wie die Polizei im Bundesstaat Queensland mitteilte.

(Bild: APA/AFP/Daniel Leal-Olivas, twitter.com, krone.at-Grafik)

Laut Angaben der Polizei handelt es sich bei der Verhafteten um eine 50-jährige Vorarbeiterin einer Erdbeerplantage in Queensland. Ein Ermittler sagte vor Journalisten, es gebe starke Hinweise auf die Schuld der Festgenommenen, darunter DNA-Spuren. Medienberichten zufolge lehnte es ein Gericht in Brisbane ab, die Frau gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen - aus Sorge, es könne Repressalien gegen sie geben.

Steck- und Nähnadeln in Erdbeeren und in anderem verpackten Obst sorgen in Australien seit Wochen für Aufregung: Im September war in Queensland ein Mann nach dem Konsum von Erdbeeren mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. In seinem Magen wurden Stecknadeln gefunden. Landesweit wurden daraufhin mehr als hundert angebliche Nadel-Funde in Erdbeeren gemeldet. Es gab sogar einen Fall im benachbarten Neuseeland.

(Bild: twitter.com)
(Bild: twitter.com)

Früchte landeten tonnenweise im Müll
Australische Supermärkte nahmen Erdbeeren daraufhin aus den Regalen, die Früchte landeten tonnenweise auf dem Müll. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100.000 australischen Dollar (umgerechnet rund 61.000 Euro) für Hinweise zu den Tätern aus. Die australische Regierung verschärfte die Gesetze, die nun bis zu 15 Jahre Haft für solche Straftaten vorsehen.

Ein leeres Erdbeeren-Regal in einem australischen Supermarkt (Bild: Associated Press)
Ein leeres Erdbeeren-Regal in einem australischen Supermarkt

Supermarktkette nahm Nähnadeln aus Sortiment
Eine australische Supermarktkette verbannte nach den Berichten von Nadeln im Obst als Vorsichtsmaßnahme sogar Nähnadeln aus ihrem Sortiment. „Die Sicherheit unserer Kunden ist unsere höchste Priorität“, teilte ein Sprecher von Woolworths Ende September mit.

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