Nach seinen Ehe- und Scheidungsturbulenzen meldet sich Österreichs selbst ernannter "größter Hirsch" nun mit dem neuen Album "aufLeben" zurück. Das neue Album hat wirklich auch jede PR - egal ob positiv oder negativ - nötig, denn banaler und einfallsloser geht's fast nicht mehr. Bei Krone.at kannst du in das neue Album reinhören.
Das geht schon mit dem Albumtitel "aufLeben"los, zieht sich über die Instrumentierung der Songs (teilweiseschwerer spanischer Schmalzeinschlag) bis hin zu den Texten.
"Wer glaubt daran - von Anfang an - bleibt mitdem "Ja" - auch die Liebe da? Wenn du tanzen willst - dann nimmmich - und ich tanz mit dir - wenn du weinen willst - wein ichneben dir", heißt es da im Song "Soy tu vida (Weil ich deinLeben bin). Danke, Herr Fendrich, aber solche Liebeserklärungenhaben wir von Ihnen in früherer Zeit doch schon etwas einfallsreicherpräsentiert bekommen. Andere Lieder verraten sich schon durchihre Titel: "So wie eine Tänzerin" (bekanntlicherweise jader Job von Fendrichs neuer Freundin), "Er war ein Star" (einSchicksal, das Fendrich nach diesem Album ereilen könnte)und "Der Frauentröster" sollen als Beispiele hier einmalangeführt werden.
Der Rest des Albums - Schweigen im Walde - Fendrichversucht sich abermals im hochdeutschen Gesang, womit bewiesenwäre, dass er die Hoffnung auf den großen Durchbruchin Deutschland noch immer nicht aufgegeben hat. Für österreichischeHörer (und damit das Haupt-Klientel) klingt das aber weiterungewohnt (schlag nach bei den letzten Alben von Danzer und Ambros).Zum Glück gibt es auf dem neuen Album aber auch eine angenehmeAusnahme: "Metrosexuell" erinnert an die guten alten "Austropop"-Zeiten,wo noch mit Witz und Wonne über aktuelle Trends hergezogenwurde.
Fazit: Der Hype um Fendrichs Rosenkriegist vorbei, ob Fendrich mit dem neuen Longplayer auch ohne dieseNegativ-Promo die Charts erobern kann, ist mehr als fraglich.Aufgrund von "Metrosexuell" bekommt das Album denn auch 5,5 von10 Hirschgeweihen.
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