30 Zuhörer waren am Mittwochabend zur Gemeinderatssitzung gekommen. Sie wollten erfahren, wie die Gemeinde nach der Volksbefragung zum Steinbruch steht. Knapp 56 Prozent der Wähler hatten sich gegen den neuerlichen Abbau in der Hölzelsau ausgesprochen.
Vertrag ist "wasserdicht"
Bürgermeister Christian Ritzer ließ den Vertrag mit Betreiber Koppensteiner noch einmal prüfen. "Er ist wasserdicht", kamen Gemeinderechtsanwalt Martin Krumschnabel und Gemeindeaufsicht zum selben Schluss.
Artikel zur Vorgeschichte des neuerlich bald in Betrieb gehenden Steinbruchs findest du in der Infobox!
Damit dürfte in der Hölzelsau schon bald wieder Gestein abgebaut werden. Ritzer: "Wir werden jedoch versuchen, Verbesserungen zu den Themen Verkehr, Lärm und Staub zu verhandeln." FP-Gemeinderat Friedrich Schwaighofer forderte dazu ein Verkehrsgutachten. Das wird auch kommen, verspricht der Ortschef. Denn die schmale Straße, auf der die Lkw zum Steinbruch fahren müssen, hat nicht einmal einen Gehsteig.
Vier Anrainer haben Berufung gegen den Abbau-Bescheid der Bezirkshauptmannschaft eingelegt. Das ist möglich, weil sie nicht fristgerecht informiert wurden. Sie möchten ein neues Feinstaubgutachten erwirken, da die Grenzwerte heutzutage niedriger sind. Die Chancen sind jedoch gering.
Gerüchte um Deponie
Bis 2016 läuft der Vertrag mit der Gemeinde. Dass Koppensteiner wenigstens dann abzieht, wollen die Gegner nicht recht glauben: "Wir haben läuten gehört, dass aus dem Steinbruch eine Bauschuttdeponie wird."
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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