Mi, 17. Oktober 2018

Auto krachte in Haus

06.08.2018 19:00

Horror-Unfall: „Meine Frau wäre fast gestorben“

Am Sonntagabend ist eine Steirerin (49) in St. Stefan ob Stainz nur knapp dem Tod entronnen: Sie trocknete sich im Badezimmer gerade ab, als ein Pkw plötzlich durch die Wand krachte - krone.at berichtete. Der Lenker flehte „Bitte keine Polizei!“ und rannte weg.

Das hübsche Haus des Ehepaars Neubauer steht direkt an der Landesstraße L 314 in Gundersdorf, Gemeinde St. Stefan ob Stainz. Claudia Neubauer trocknete sich nach dem Duschen im Badezimmer ab, ihr Mann Walter befand sich im Obergeschoß. Ein ganz normaler Sonntagabend also.

Plötzlich ein lauter „Tuscher“ - ein Auto war durch die Holzwand gekracht! „Ich war gerade im ersten Stock im sichersten Raum. Meine Frau aber war direkt dort, wo das Auto reingefahren ist“, schildert Walter Neubauer den Horror. „Plastikteile haben zu brennen begonnen. Ich habe versucht, auf die Flammen einzuschlagen, der Strom ist sofort ausgefallen und es war finster.“

Erst dann stieg der Lenker (26) aus dem Wagen. „Bitte, bitte keine Polizei!“, soll der Mann, der auch blutete, gerufen haben, bevor er rasch das Weite suchte.

„Meine Frau wäre beinahe tot gewesen“
In der Zwischenzeit war auch ein Nachbar zu Hilfe geeilt. Angesichts der Bilder ist es ein Wunder, dass der 49-Jährigen nicht mehr passiert ist. „Wäre sie einen halben Meter weiter rechts gestanden, wäre sie tot gewesen. Momentan kann sie kaum gehen, weil ihr alles weh tut, sie hat überall Blutergüsse“, erzählt Walter Neubauer.

Das Unfallauto steckte im Haus
Auch für die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Gundersdorf war es kein alltäglicher Einsatz: „Der Pkw ist zu zwei Dritteln im Haus gesteckt. Wir haben ihn rausgezogen und das Haus mit Balken gestützt. Die Straße mussten wir sperren, weil das Haus direkt daneben steht und es sonst viel zu gefährlich gewesen wäre“, berichtet Kommandant Reinhard Bäuchler.

Der verdächtige Unfalllenker wurde am Montag von der Polizei einvernommen. Er soll vor dem Vorfall bei einem Fest im Nachbarort gefeiert und sich dann ins Auto gesetzt haben.

Wagen landete im Badezimmer
In einer Rechtskurve kam er von der Straße ab, touchierte einen Zaun und durchbrach die 20 Jahre alte, starke Thujenhecke der Familie Neubauer. Danach donnerte der Wagen durch den Garten, durchschlug den Holzzubau und landete schließlich im Badezimmer.

Der flüchtige 26-Jährige wurde erst zu Hause aufgegriffen. Vorerst leugnete er alles, gab dann aber Montagvormittag zu, den Wagen doch gelenkt zu haben. Der Alkoholtest war positiv.

 krone.at
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