So, 09. Dezember 2018

Vater Mustafa Özil:

08.07.2018 13:08

„An Mesuts Stelle würde ich zurücktreten“

Nach dem peinlichen Vorrunden-Aus herrscht in Deutschland Krisen-Stimmung. Vor allem Mesut Özil wurde von den Fans als Sündenbock abgestempelt, da er im Vorfeld mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan für ein Foto posierte und damit für viel Zündstoff sorgte. Mustafa Özil, der Vater von Mesut Özil, hat nun in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung über die Erdogan-Affäre gesprochen und erklärte auch, warum er an der Stelle seines Sohnes zurückgetreten wäre.

„Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich sagen: Schönen Dank, aber das war es! (...) An Mesuts Stelle würde ich zurücktreten. “, erklärt Mustafa Özil in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Er sieht die Zukunft seines Sohnes aufgrund der Erdogan-Affäre und den Aussagen von DFB-Direktor Oliver Bierhoff kritisch. 

Kritik an Bierhoff
Vor allem Bierhoffs Aussage, wonach das deutsche Nationalteam bei der WM vielleicht besser auf Özil verzichtet hätte, ärgerte Özil: „Diese Aussage ist eine Frechheit. Sie dient meiner Meinung nach nur dazu, die eigene Haut zu retten. Der DFB hat es versäumt, ein klares Krisenmanagement zu machen.“ Er hätte sich gewünscht, dass der DFB mit Mesut und Ilkay gemeinsam eine Lösung findet.

Zu dem gemeinsamen Foto mit Erdogan meint Papa Özil: „Ich wusste, dass das kein politisches Statement von ihm war oder Ähnliches. Ich würde sagen: Es war Höflichkeit. Sie müssen wissen: Mesut ist ein schüchterner Mensch, fast scheu. Wie hätte er dieses Foto ablehnen können, wenn ein Mann wie Erdogan ihn darum bittet? Das hätte Mesut als extrem unhöflich empfunden.“

„Er ist geknickt, enttäuscht und gekränkt“
Früher fungierte Mustafa Özil als Berater von seinem Sohn. Im Oktober 2013 kam es zum großen Krach, seitdem haben die beiden eher selten Kontakt. "Im Augenblick ist es schwierig, aber ich bin sicher, dass wir uns bald wieder annähern werden“, sagt der 50-Jährige. Und auf die Frage, warum sein Sohn immer noch zu diesem Foto schweigt meinte er: „Er ist geknickt, enttäuscht und gekränkt. Und ja: auch beleidigt. Die eigenen Fans haben ihn vor der WM beim Länderspiel in Österreich ausgepfiffen. Das kann er nicht verstehen.“

krone Sport
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