Sa, 20. Oktober 2018

Von der Region Friaul

28.06.2018 17:08

Strengere Kontrolle an Österreich-Grenze gefordert

Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien will von der Regierung in Rom eine Stärkung der Kontrollen an den Grenzen zu Österreich und Slowenien fordern. Dies verlautete aus dem Regionalrat in Triest am Donnerstag. Mit schärferen Kontrollen sollen innerhalb von 24 Stunden Migranten aufgegriffen und abgeschoben werden, die illegal die Grenze beschritten haben.

Die Region Friaul-Julisch Venetien steht seit April unter der Führung der rechten Lega, die stark auf den Kampf gegen illegale Einwanderung setzt. Zum Präsidenten der Region wurde der Lega-Spitzenpolitiker Massimiliano Fedriga gewählt.

Schweiz gegen mehr Grenzkontrollen zur Migrationskontrolle
Unterdessen hält die Schweiz als Schengen-Staat mit Grenze zu Deutschland wenig von den Plänen des deutschen Innenministers Horst Seehofer für mehr Grenzkontrollen zur Zurückweisung von Flüchtlingen. „Aus Sicht der Schweiz ist es eine Illusion, anzunehmen, man könne mit mehr Grenzkontrollen irreguläre Migration vollständig unterbinden“, sagte ein Sprecher des Staatssekretariats für Migration. „Nationale und einseitige Maßnahmen lösen keine Herausforderungen, sondern schieben die Verantwortung lediglich an die Außengrenzenstaaten. Dies gilt es zu verhindern.“

An ihrer Südgrenze schickt die Schweiz Migranten zurück. 2556 „Übergaben an ausländische Behörden“ waren es an der Grenze zu Italien bis Ende Mai, wie das Grenzwachtkorps berichtet. An der Grenze zu Deutschland wurden bis Ende Mai gut 2300 Migranten ohne gültige Papiere aufgegriffen. Ob sie nach Deutschland wollten, erhebt das Grenzkorps nicht. Als Schengen-Mitglied hat die Schweiz zwar systematische Personenkontrollen abgeschafft, sie führt aber weiter Zoll- und Ausweiskontrollen durch, weil sie nicht in der EU-Zollunion ist. Grenzen werden teilweise mit Drohnen überwacht.

Die Schweiz sei dafür, Migranten gerecht in den Schengen-Staaten zu verteilen, sagte der Sprecher. „Zusammen mit der Angleichung der materiellen Standards in den Dublin-Staaten kann somit am besten sichergestellt werden, dass die Rechte der Schutzsuchenden gewahrt werden und Sekundärmigration verhindert wird.“ Laut der sogenannten Dublin-Verordnung ist jener Staat für einen Migranten zuständig, in dem dieser erstmals EU-Boden betreten hat. In der EU wird um eine Reform der Verordnung gerungen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zwangspause vor Real?
Messi-Verletzung überschattet Barcas 4:2-Sieg
Fußball International
Spanier wundern sich
„Scheißdreck“-Sager: Bernat-Berater kontern Hoeneß
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Bremen nach 2:0 auf Schalke vorerst Zweiter
Fußball International
Nur 1:1 gegen Genoa
Ronaldo trifft - Juve strauchelt trotzdem erstmals
Fußball International
Mbappe trifft
PSG-Wahnsinn! Zehnter Sieg im zehnten Ligaspiel
Fußball International
Nach Skandal-PK
„Super Zeichen“ - Kimmich verteidigt Bayern-Bosse!
Fußball International
Nach 0:3 in Hartberg
Didi Kühbauer: „Weiß genau, was ich zu tun habe!“
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.