Nach Erdogan-Skandal

„Wir brauchen alle!“ Merkel verteidigt Gündogan

Wie krone.at berichtete, wurde Deutschlands Erdogan-freundlicher Mittelfeldmotor Ilkay Gündogan im Match gegen Saudi Arabien gnadenlos ausgepfiffen (Reaktionen im Video). Nun wird die gesellschaftliche Debatte immer größer. Sogar die Kanzlerin schaltet sich ein.

Hintergrund der Pfiffe war der Skandal zweier deutscher Nationalteam-Kicker, Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die sich beide mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ablichten ließen. Für noch größere Verwunderung sorgten die Trikots, die sie dem türkischen Staatsmann als Geschenk überreicht hatten. Gündogan entschuldigte sich im Laufe der letzten Wochen schon mehrmals für sein Geschenk (ein Trikot mit der Aufschrift: „für meinen Präsidenten“), die Kritik aber will und will nicht abreißen.

„Was muß der Ilkay noch tun?“, fragte auch Trainer Joachim Löw ratlos. Gündogan stellte sich der Debatte, ließ ein patriotisches Tweet dem Skandal nachkommen (unten im Bild). Kanzlerin Merkel sagte, dass sie es als berührend empfinde, dass sich Gündogan mittlerweile öffentlich zu den deutschen Werten und der Nationalmannschaft bekannt hat. „Ich finde, wir brauchen die jetzt alle, damit wir gut abschneiden.“ Sie sei überzeugt, die beiden „wollten alles, nur nicht deutsche Fans in irgendeiner Weise enttäuschen“ Auch sie spürt, die „Nationalelf“ bräuchte Ruhe in Russland. Denn genau diese Ruhe ging in den letzten Wochen verloren.

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