Mi, 17. Oktober 2018

Verhandlung am 27. 6.

01.06.2018 12:02

Landwirt wird jetzt angezeigt

Ein Nebenerwerbslandwirt muss sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Laut Anklage soll der Rinderzüchter im Februar drei Kühe auf einem Pachthof bei Hüttenberg verhungern haben lassen. Die Tiertragödie war durch einen anonymen Hinweis ans Tageslicht gekommen und hatte für Entsetzen unter Tierfreunden gesorgt. Kärntens Landesveterinär Dr. Holger Remer war ursprünglich von einem Stromunfall ausgegangen.  Der Amtstierarzt hatte aber Zweifel an der Unfallversion angemeldet. Zu Recht - wie mittlerweile das Gutachten von Experten ergeben hat. Die haben nämlich festgestellt, dass die Tiere qualvoll verhungert waren.

„Die Kühe sind verhungert. Ein Stier wurde im Pachtstall nicht artgerecht gehalten. Deshalb muss sich der Landwirt am 27. Juni vor Gericht wegen Tierquälerei verantworten“, berichtet Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Auch am zweiten Bauernhof gab es bei der Tierhaltung schwere Mängel. Als Zeugen werden nun Landesveterinär Dr. Holger Remer und Amtstierarzt Dr. Josef Leitner geladen. Leitner hatte die von Remer angedachte Unfallversion kritisiert und musste dann plötzlich zum tragischen Vorfall schweigen. Entsetzte Tierschützer und auch Politiker hatten damals sogar den Rücktritt von Remer gefordert.  Dem Beschuldigten, für den die Unschuldsvermutung gilt, droht wegen Tierquälerei eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Claudia Fischer
Claudia Fischer

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