Di, 17. Juli 2018

Tierschützer entsetzt

26.02.2018 17:00

Rätsel um tote Tiere: Kühe verhungert?

Grausame Tierquälerei oder ein unglücklicher Unfall? Drei verendete Rinder geben den Behörden in Kärnten Rätsel auf. Die abgemagerten Tiere sind in einem Pachthof bei Hüttenberg entdeckt worden. Die Rinder dürften verhungert sein. Andere wiederum vermuten, dass sie ein Stromschlag getötet haben könnte.

Der Fall sorgt derzeit unter Tierschützern für einige Aufregung. Viele können es nicht fassen, dass die drei Kühe den Hungertod sterben mussten. Ob das tatsächlich der Fall war, wird von einigen noch bezweifelt. "Wir werden die Kadaver untersuchen lassen, damit wir die genaue Todesursache feststellen können", kündigt Dr. Holger Remer von der Veterinärabteilung des Landes gegenüber der "Krone"-Tierecke an. Seiner Ansicht nach könnte auch ein Stromschlag schuld am Tod der Tiere gewesen sein. "Wegen eines defekten Tränkers standen Teile des Stalls unter Wasser. In der Nähe befindet sich ein Verteilerkasten", erklärt Remer.

"Bauer war wohl überfordert"
Die übrigen Tiere wurden in der Zwischenzeit auf den zweiten Hof des Nebenerwerbslandwirts gebracht. Amtstierarzt Dr. Josef Leitner hat dort bereits nach dem Rechten gesehen. "Der junge Bauer war mit seinen zwei Ställen wohl überfordert, der Pachtstall war ziemlich verdreckt. Ich gehe von schwerer Vernachlässigung aus. Außerdem lässt sich an den Kadavern feststellen, ob sie gefüttert wurden", so Leitner. "Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner: "Wir werden alles daran setzen, diese Sache aufklären. Auf jeden Fall muss es eine gerechte Strafe geben - diese kann keinesfalls bedingt sein!"

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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