Sardellen als Köder
Hunderte Seehunde vor Küste Perus mit Rattengift getötet
Ausland
14.11.2009 13:38
Vor der Küste Perus haben Unbekannte Hunderte in freier Wildbahn lebende Seehunde mit Rattengift getötet. Es handle sich dabei um ein "unverzeihliches ökologisches Verbrechen", sagte die für Fischerei zuständige Ministerin Mercedes Araoz am Freitag in der Hauptstadt Lima. Die Unbekannten hätten Sardellen voller Rattengift als Köder benutzt.
Ende Oktober waren an der Nordküste Perus fast 300 verendete Seehunde gefunden worden, vergangene Woche nahmen Spezialisten Proben, um die Todesursache zu klären. Die Ministerin erklärte, sie habe das Umweltministerium, die Umweltpolizei und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um die Täter zu fassen.
Tierschützer klagen Fischer an
Zu den möglichen Tätern machte Araoz hingegen keine Angaben. Tierschützer und an der Küste gelegene Gemeinden werfen aber Fischern vor, für das Verbrechen verantwortlich zu sein. Seehunde plündern regelmäßig die Netze der Fischer.
Symbolbild
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