Laster sabotiert

Reifen fiel bei voller Fahrt ab: "Es hätte Tote geben können"

Steiermark
13.11.2009 16:56
"Ein Wahnsinn, da hätte es Tote geben können", meinte ein Transportunternehmer aus der Südsteiermark am Freitag gegenüber der "Steirerkrone". Bei einem seiner Lastwagen (Bild) hatte sich während der Fahrt auf einer Landstraße plötzlich ein Rad gelöst - um ein Haar wäre es gegen zwei Autos gekracht! Jemand dürfte zuvor die Radmuttern am Lkw gelockert haben - wieder einmal.

Es waren dramatische Sekunden, die sich Donnerstag früh auf der L615 in Gleinstätten (Bezirk Leibnitz) abspielten. Bei einem mit 16 Tonnen Schotter beladenen Dreiachser hatte sich ein Hinterrad gelöst. "Dort hat die Straße ein Gefälle von 13 Prozent", berichtete ein Polizist.

Das 80 Kilo schwere Rad überholte den Laster und wurde dann immer schneller - zwei entgegenkommende Autofahrer wichen dem rollenden Geschoß im letzten Augenblick aus. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Schon bald stand laut Polizei fest, dass der Laster das Rad wegen eines Sabotageakts verloren hatte.

Rad erst vor drei Monaten montiert
Jemand dürfte in der Nacht auf Donnerstag - als der Lkw vor dem Haus des Chauffeurs abgestellt war - die zehn Radmuttern gelockert haben. "Das Rad ist vor drei Monaten auf den Lkw geschraubt worden. Wenn damals ein Fehler passiert wäre, hätte es sich spätestens nach einigen Tagen gelöst", beteuerte der Transportunternehmer aus Groß St. Florian (Bezirk Deutschlandsberg), der sich nicht vorstellen kann, dass es ein Anschlag auf ihn und seine Firma gewesen sein könnte...

Anschlag auf Mitarbeiter vermutet
"Der Lkw ist vor dem Haus des Fahrers gestanden, deshalb vermute ich, dass mein langjähriger Mitarbeiter das Ziel der Sabotage war. Bereits im Vorjahr hat jemand beim selben Laster die Radmuttern gelockert. Damals ist das auch nicht auf meinem Firmengelände, sondern vor dem Haus dieses Chauffeurs passiert." Der Unternehmer kann den wirren Gedanken des unbekannten Täters nicht folgen: "Er denkt offenbar nicht daran, dass er damit unbeteiligte Menschen in Todesgefahr bringt."

Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 059133/6103.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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