33.000 Grazer sind von Armut bedroht – 18.000 leben bereits in manifester Armut. SPÖ-Sozialstadträtin Elke Edlinger legte nun ihr "Aktionsprogramm zur Bekämpfung der Armut" vor, dass für Betroffene Hilfe direkt vor Ort bringen soll. Edlinger: "Die Armutsbekämpfung muss ein zentrales Anliegen der Politik sein."
Aktiv-Card: Anspruchsberechtigte sollen mit dieser Karte Zugang zu verschiedenen Ermäßigungen erhalten.
Sozialer Nahversorger: Es existieren schon Läden für sozial Benachteiligte. Edlinger: "Das Angebot muss noch ausgebaut werden. Für ältere Menschen soll es auch Hauszustellungen geben."
Kautionsfonds: Hohe Einstiegskosten bei der Beschaffung von Wohnraum sind oft ein Problem. Edlinger fordert einen Fonds auf den Betroffene Zugriff haben.
"Flugbegleiter": Gemeint ist eine Ansprechperson in Warteräumen der Stadt (Sozialamt).
Ratenzahlung bei städtischen Gebühren: Bei Vorschreibungen der Stadt soll eine monatliche Ratenvereinbarung rasch und unbürokratisch möglich sein.
Bessere Information für Betroffene: Soziale Angebote, finanzielle Unterstützung, Beihilfen können nur wirksam werden, wenn sie auch bekannt sind – oft sind die Informationen aber nicht verständlich. Broschüren sollen einfacher verständlich gemacht werden.
Sozialverträglichkeitsprüfung: Jede Maßnahme, die die Stadtpolitik setzt, wirkt sich unmittelbar auf die Grazer aus. Edlinger: "Wir müssen Entscheidungen auf ihre soziale Verträglichkeit hin überprüfen!"
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