Im Vorjahr verunglückten in den steirischen Bergen 18 Menschen tödlich, in diesem Jahr stieg die Zahl um fünf Todesopfer auf 23.
Auffällig ist aber: Die Gesamtzahl der Unfälle ist deutlich gesunken. Gab es im Vorjahr im Zeitraum von Mai bis Oktober noch 134 Unfälle beim Klettern, Canyoning und ähnlichen Aktivitäten, so waren es heuer um 25 weniger.
Wie passt das zusammen? "Glück und Unglück spielen am Berg eine große Rolle", erklärt Klaus Pfaffeneder, Alpin-Ausbildungsleiter des Landespolizeikommandos: "Der eine stürzt ab und stirbt, ein anderer überlebt den gleichen Unfall."
Unfallursache Selbstüberschätzung
Gefragt nach den Gründen für Unfälle im alpinen Gelände, muss Pfaffeneder nicht lange nachdenken. "Die Leute überschätzen sich. Leider haben viele nur eine spärliche Ausbildung genossen, schlechte Routenplanung ist eine Folge davon." Der Experte weiter: "Die Ausrüstung ist oft mangelhaft, zudem sind die meisten für schwieriges Alpingelände nicht fit genug." Was dazu führt, dass als häufigste Todesursache in den Bergen ein Herz-Kreislaufversagen auftritt.
von Monika Krisper, "Steirerkrone"








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.