Do, 16. August 2018

Hürden für Steiermark

24.03.2018 18:28

„Ring-Kampf“ um die Olympischen Winterspiele 2026

Weil die Tiroler mit dem Daumen nach unten zeigten, will sich jetzt die Steiermark Olympia sichern – mit Bundesländer-Partnerstädten und einem Nachhaltigkeitskonzept. Doch es tun sich noch etliche große Hürden auf.

Bekommt Österreich – nach Innsbruck 1964 und 1976 – zum dritten Mal den Zuschlag für Olympische Winterspiele? Zumindest die Bürgermeister des steirischen WM-Orts Schladming und der Landeshauptstadt Graz sehen realistische Chancen dafür. „Sonst würden wir uns ja gar nicht darum bewerben“, sagen Jürgen Winter und Siegfried Nagl, ÖVP-Parteifreunde und Motoren hinter dem Prestigeprojekt „Austria 2026“.

Ihre Mission: national und international Überzeugungsarbeit dafür leisten, dass ihre Städte ideale „Host Cities“ wären.

Ihr Motto: weg von Gigantomanie, hin zu nachhaltigen Wettbewerben!

Dafür haben sie alle Hände voll zu tun. Denn noch ist die Skepsis groß, dass die Steiermark so eine Mega-Veranstaltung überhaupt stemmen kann. Die Fragen, die sich stellen: Welche Partnergemeinden hat man wirklich an der Angel (siehe Grafik unten)? Welche (Neu-)Bauten braucht man realistischerweise? Mit welchen Konkurrenten bekommt man es zu tun (Interesse gibt es aus Calgary, Sapporo, Sion und Stockholm)? Und die wichtigste: Was kostet’s?

Ziemlich fix sind zehn Millionen Euro, die die Bewerbung verschlingt; dafür sollen Land, Bund und die zwei Gastgeber-Orte aufkommen. Würden allerdings noch zusätzliche infrastrukturelle Maßnahmen (nach Schladming führt keine Autobahn!) notwendig sein, würde das wohl sämtliche Budgets sprengen. Am Zug sind jetzt einmal Uni-Experten und externe Gutachter. Sie sollen eine Machbarkeitsstudie erstellen, die dann Richtschnur für die Landesregierung des südlichen Bundeslandes ist.

Politik ist zurückhaltend
Denn die gibt sich noch zurückhaltend: Erst wenn alle Zahlen, Daten und Fakten auf dem Tisch sind, will sie grünes (oder rotes) Licht geben. In einem Brief an ÖOC-Präsident Karl Stoss bekannten sich Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und sein Vize Michael Schickhofer zwar unter Vorbehalten zu einer Bewerbung, „aber die Faktenlage ist noch dünn“.

Auf die Nase möchte man mit dem Ringen um die Ringe nicht fallen – denn erst im Herbst erteilten die Tiroler Olympia 2026 eine Absage. Auf eine Volksbefragung will man sich in Graz erst gar nicht einlassen. Die Steirer hatten schon zweimal Appetit auf internationale Ski-Bewerbe, blitzten wegen zu weiter Wege und zu hoher Kosten jedoch ab.

Wie auch immer, die Zeit drängt: Bis Monatsende muss die Bewerbung dem IOC offiziell gemeldet werden, da im Oktober die Kandidaten festgelegt werden. Die Vergabe erfolgt dann im Herbst 2019.? Sie trommeln für „Austria 2026“: Die Bürgermeister Siegfried Nagl und Jürgen Winter bringen Partnerstädte in ganz Österreich ins Spiel. 

Gerald Schwaiger und Anja Richter, Kronen Zeitung

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