Fr, 20. Juli 2018

Parkfehler, Demos usw.

25.03.2018 07:00

Grazer Öffis kommen Tausende Male zu spät

Mehr als 100 Millionen Passagiere befördern die Graz-Linien jährlich – und so gut wie jeder hat sich schon einmal über zu spät kommende Öffis geärgert. 3300 Mal kam es im Vorjahr zu Öffi-Behinderungen – und damit zu Verspätungen. Die Gründe dafür sind mannigfach: Unfälle, Gleisparker, Demos oder Pannen usw.

Es ist schon sehr erstaunlich, wo die Autofahrer überall ihre Gefährte abstellen: Auf Gleisen, in Bushaltestellen (!), in Parkverboten, die es Gelenkbussen dann unmöglich machen, um die Kurve zu kommen usw. All diese Undiszipliniertheiten führen regelmäßig zu Verspätungen, insbesondere bei Bussen. Die meisten Gleisparker gibt es übrigens in der Sparbersbachgasse.

1000 Unfälle im Vorjahr

Etwa 1000 Mal jährlich sind es Unfälle (in der Regel kleinere) auf den Fahrstrecken, die Bus & Bim für kürzere oder auch längere Zeit lahmlegen. Dass die Öffis selbst in Unfälle verwickelt sind, passiert sehr selten – genaue Zahlen kann die Holding Graz diesbezüglich nicht vorlegen. Jedenfalls: Am öftesten kracht es zwischen Straßenbahn und Autofahrern in der Conrad-von-Hötzendorfstraße zwischen Bahnhof und Stadion.

25 bis 30 Demos jährlich legen alle Bims lahm

Mit exakt 3291 Öffi-Behinderungen im Vorjahr gab es einen Rekordtiefstwert – zum Vergleich: 2016 wurden um 1000 Behinderungen mehr verzeichnet.

Laut Holding-Graz-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler sind die Verspätungen in mehr als 90 Prozent der Fälle durch externe Probleme (also Unfälle, Falschparker usw.) verursacht und nur ein kleiner Teil von den Graz-Linien selbst.

Immer wieder für Ärger bei den Fahrgästen sorgen Demos in der Herrengasse, die den gesamten Bim-Verkehr in Graz lahmlegen. „Im Schnitt passiert das 25- bis 30-mal jährlich“, so Zaczek-Pichler.

Dies ist einer der wesentlichen Gründe, warum die schwarz-blauen Stadtregierer gerne eigene Demo-Zonen ausweisen würden – abseits der Bim-Routen. Die Erlaubnis dazu müsste aber der Bund erteilen.

Gerald Richter
Gerald Richter

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