So, 22. Juli 2018

Skiflug-Weltcup

23.03.2018 18:41

Stefan Kraft fliegt in Planica auf das Podest!

Bravo, Stefan Kraft! Der Salzburger Super-Adler ergatterte beim Skifliegen in Planica mit Rang drei seinen insgesamt siebenten Saison-Podestplatz! Mit Flügen auf 238 und 234,5 Meter fehlten ihm letztlich 9,2 Punkte auf den zweitplatzierten Johann Andre Forfang (NOR) und deren 12,9 auf den Tagessieger Kamil Stoch (POL). Der nunmehr achtfache Saison-Sieger brachte Sprünge über 245 und 234 Meter in die Wertung. Daniel Huber landete an der 25. Stelle, Gregor Schlierenzauer kam über den 27. Rang nicht hinaus. Manuel Fettner hatte vor dem Teambewerb am Samstag das Finale verpasst.

Kraft erfreut sich hingegen im Finish des Olympia-Winters einer ausgezeichneten Form, dem ersten ÖSV-Saisonsieg stehen aber die aktuellen „Überflieger“ im Weg – der schon als Weltcupsieger feststehende Stoch flog zu seinem 30. Sieg im Weltcup. Weltrekordler Kraft verbesserte sich aber immerhin vom vierten Halbzeitrang, indem er im Finale Robert Johansson (NOR/245/227,5) an dessen 28. Geburtstag verdrängte. Kraft hatte auf seiner Lieblingsschanze 2017 beide Einzelbewerbe gewonnen, am Freitag freute er sich über drei Flüge mit mehr als 230 Metern. „Und dann auch noch Dritter, das war richtig cool“, meinte der 24-Jährige. Ein Sieg müsse freilich passieren, sagte Kraft, planen könne man das nicht. „Ich kann nur meine coolen Flüge auspacken. Ich fühle mich echt fit, das ist die wichtigste Voraussetzung.“

Johansson hat im letzten Einzelbewerb am Sonntag noch die Chance auf die kleine Kristallkugel im Skifliegen. Als Zweiten trennen ihn nur zwölf Punkte von seinem führenden Teamkollegen Andreas Stjernen, der am Freitag Achter wurde.

Die Norweger sind im Teambewerb am Samstag klare Favoriten – vier Springer landeten unter den ersten acht, obwohl sich Weltmeister Daniel Andre Tande nicht qualifiziert hatte. ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin nominierte das Quartett Schlierenzauer, Huber, Clemens Aigner und Kraft. Schlierenzauer kam am Freitag über den 27. Platz (210,5/194 m) nicht hinaus und verpasste damit die Teilnahme am Sonntag-Bewerb, den die besten 30 des Skiflug-Weltcups bestreiten. Da sind aus dem ÖSV-Team neben Kraft nur Aigner und Michael Hayböck qualifiziert. Hayböck hatte wegen einer Viruserkrankung den ersten Planica-Bewerb verpasst, er will am Samstag über einen Einsatz entscheiden. Huber hatte am Donnerstag in der Quali seine Bestmarke auf 221,5 Meter gesteigert, im Bewerb landete er an der 25. Stelle (208,5/214 m).

Das Ergebnis:
1. Kamil Stoch (POL)  455,9 Pkt. (245,0/234,0 m)
2. Johann Andre Forfang (NOR)  452,2 (242,0/234,5)
3. Stefan Kraft (AUT)  443,0 (238,0/234,5)
4. Robert Johansson (NOR) 438,8 (245,0/227,5)
5. Anders Fannemel (NOR)  433,1 (230,5/233,0)
6. Richard Freitag (GER)  431,2 (234,5/232,0)
7. Junshiro Kobayashi (JPN)  426,2 (230,5/224,0)
8. Andreas Stjernen (NOR)  422,5 (228,5/221,5)
9. Dawid Kubacki (POL)  416,8 (224,5/220,0)
10. Robert Kranjec (SLO)        412,7 (214,5/232,5)
11. Noriaki Kasai (JPN)         411,3 (232,0/214,0)
12. Jurij Tepes (SLO)           411,1 (225,0/221,0)
13.
Ryoyu Kobayashi (JPN)       409,7 (227,0/211,5)
14. Markus Eisenbichler (GER)   406,9 (218,5/224,0)
15. Peter Prevc (SLO)           404,0 (227,5/215,0)
16. Kevin Bickner (USA)         400,9 (213,0/230,5)
17. Tomaz Naglic (SLO)          400,5 (222,5/213,0)
18. Bor Pavlovcic (SLO)         398,5 (230,0/206,0)
19. Simon Ammann (SUI)          397,3 (214,5/229,5)
20. Stephan Leyhe (GER)         397,2 (215,5/211,0)
21.
Stefan Hula (POL)           390,0 (208,0/220,5)
22. Denis Kornilow (RUS)        389,8 (211,5/222,5)
23. Andreas Wank (GER)          387,4 (210,0/213,5)
24. Ziga Jelar (SLO)            385,1 (210,5/218,5)
25. Daniel Huber (AUT)          383,1 (208,5/214,0)
26. Pius Paschke (GER)          378,2 (210,5/218,5)
27. Gregor Schlierenzauer (AUT) 373,3 (210,5/194,0)
28. Halvor Egner Granerud (NOR) 364,3 (215,0/191,0)
29. Jakub Wolny (POL)           347,0 (211,5/194,5)
30. Anze Semenic (SLO)          208,4 (226,0)
Nicht für das Finale qualifiziert u.a.: 36. Manuel Fettner (AUT)
Nicht für den Bewerb qualifiziert u.a.: Philipp Aschenwald (AUT), Clemens Aigner (AUT)

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