Tapfere Wikinger

Ried trotzt Rapid ein 1:1 ab

Fußball
10.08.2009 15:58
Rapid hat sich am Sonntagabend in der vierten Runde der tipp3-Bundesliga bei den Rieder "Wikingern" mit einem 1:1-Remis begnügen müssen. Steffen Hofmann hatte die Hütteldorfer in der mit 7.600 Zuschauern ausverkauften Keine-Sorgen-Arena zwar programmgemäß in Front gebracht, Hamdi Salihi gelang aber rasch der letztlich gerechte Ausgleich. Zeitgleich hat Austria Kärnten in der vierten Runde die vierte Niederlage eingesteckt und muss weiter auf die ersten Punkte warten. Die Klagenfurter unterlagen Sturm Graz, der nun drei Siege in seinen ersten drei Spielen gefeiert hat, in der Saison-Heimpremiere 1:3 (siehe Video).
Mit dem Unentschieden gegen Rapid ging die imposante Heimserie der SV Ried weiter, die Oberösterreicher sind nun schon seit 20 Heimspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage im eigenen Stadion kassierten Herwig Drechsel und Co. am 26. April 2008 gegen Rapid. Die Rapidler konnten damit im Gegensatz zum Vorjahr (zwei Niederlagen plus Aus im Cup) zumindest einen Punkt aus dem Innviertel mit nach Hause nehmen.


In einer von beiden Seiten offensiv geführten Partie gab es schon vor der Pause zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Rapid-Goalie Helge Payer musste sich an seinem 30. Geburtstag schon nach vier Minuten bei einem Hackmair-Schuss auszeichnen, dazu parierte der ÖFB-Teamtormann auch Versuche von Brenner (14.) und Drechsel (23.). Zudem setzte der aufgerückte Burgstaller (30.) einen Kopfball knapp neben das Tor.


Jelavic verfehlt knapp
 

Auf Seiten der Wiener, bei denen vier Tage nach dem erfolgreichen, aber anstrengenden Europacup-Auftritt bei APOP Kinyras Peyias (2:2 in der Verlängerung nach 120 Minuten) nichts von einer Müdigkeit zu sehen war, hatte Nikica Jelavic, der wie schon auf Zypern mit Mario Konrad ein Sturmduo bildete, die besten Momente. Der Kroate schoss knapp daneben (22.), nach Vorarbeit seines Sturmkollegen vom 16er an die Stange (27.) und drüber (28.). Außerdem fand Hofmann (25.) mit einem Freistoß seinen Meister in Ried-Tormann Gebauer.


Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am flotten Spielverlauf und die Zuschauer bekamen auch endlich Tore zu sehen. Neo-ÖFB-Teamspieler Trimmel setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Hofmann ideal, der aus elf Metern unhaltbar für Gebauer genau ins Eck traf (52.). Die Freude der Wiener wehrte aber nur kurz. Nach einer Hadzic-Einzelaktion und einem missglückten Abschlag von Rapid-Verteidiger Patocka, der gegenüber Jovanovic den Vorzug erhalten hatte, ließ der albanische Teamstürmer Hamdi Salihi Payer im 1:1-Duell keine Chance (59.).


Viele Chancen in der Schlussphase

In der Schlussphase drängten beide Mannschaften auf die Entscheidung, Gebauer entschärfte einen Jelavic-Schuss (67.) und der eingewechselte Drazan machte sich gleich zweimal (71., 75.) bemerkbar. Für die Rieder hatte Salihi (69.) mit einem Kopfball das 2:1 vor Augen, scheiterte aber an Payer, genauso wie Glasner nach einem Lexa-Heber (79.).

Kärnten gegen Sturm in Konterlaune, aber chancenlos
In Klagenfurt legten die mit einer Fünfer-Abwehr angetretenen Kärntner das Spiel gegen Sturm zunächst auf Konter an und wurden durch den frühen Führungstreffer begünstigt. Oliver Pusztai (7.) köpfelte eine Corner-Flanke von Sandro ins lange Eck. Sturm war zwar über weite Strecken optisch überlegen, vergab aber in der ersten Hälfte die wenigen guten Chancen. Samir Muratovic wurde in der 34. Minute ideal von Daniel Beichler bedient, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Kärnten-Goalie Andreas Schranz.

Haas bei Sturm schmerzlich vermisst
Sturm ging der routinierte Stürmer Mario Haas ab, der angeschlagen lange nur auf der Bank saß. Erst in der 66. Minute kam Haas zu einem Kurzeinsatz. Da stand es aber schon 1:1. Fabian Lamotte war in der 63. Minute nach einem Freistoß von Beichler am langen Eck zur Stelle und per Kopf erfolgreich gewesen. Der Ausgleichstreffer hauchte den letzten 20 Minuten der bis dahin eher trägen Partie neues Leben ein.

Ein Kärntner Aktivposten war der Brasilianer Sandro. In der 73. Minute setzte er mit Übersicht Thomas Hinum ein, der völlig frei fünf Meter vor dem Tor an Sturms Tormann Christian Gratzei scheiterte. In der offenen Schlussphase hatten beide Teams Chancen, Sturm jedoch das bessere Ende für sich. Jakob Jantscher spielte Andreas Hölzl (81.) schön frei, dieser schloss souverän zum 1:2 ab. Jantscher sorgte in der 86. Minute mit einem schönen Weitschuss für den Endstand.

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