Denn Mexiko hatte die USA außerhalb der eigenen Landesgrenzen seit zehn Jahren nicht mehr besiegt. "Keiner meiner Spieler hat an diese zehn Jahre gedacht", betonte Aguirre zwar, dennoch war den rund 50.000 Fans der "El Tri" unter den 79.156 Zuschauern im weiten Rund die Erleichterung anzumerken. Die Amerikaner indes mussten zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Final-Niederlage hinnehmen.
Während das 2:3 nach einer 2:0-Führung Ende Juni im Endspiel des Confed-Cups in Südafrika gegen Brasilien zu erwarten war, kam die Pleite gegen Mexiko zumindest in dieser Höhe überraschend - auch wenn Trainer Bob Bradley keinen seiner Top-Stars dabei hatte. "Mir kam es so vor, als wenn jeder Schuss von denen ein Tor war. Mexiko hat seine Chancen eiskalt genutzt", meinte US-Mittelfeldmann Kyle Beckermann. Bis zur Pause waren er und seine Mitspieler noch ebenbürtig, nach dem Wechsel hatten sie dem mexikanischen Sturmlauf jedoch nichts mehr entgegenzusetzen.
Entsetzen bei den Gastgebern
Kapitän Gerardo Torrado traf in der 56. Minute per Foulelfmeter zum 1:0. Giovani Dos Santos (62.), Carlos Vela (67.), Jose Antonio Castro (79.) und Guillermo Franco (90.) sorgten für reichlich Genugtuung unter den Mexikanern und Entsetzen bei den Gastgebern. 2007 hatten die USA das Finale gegen den südlichen Nachbarn noch mit 2:1 gewonnen.
Die Chance zur Revanche gibt es bereits am 12. August. Beide Teams stehen einander in Mexiko-City in der WM-Qualifikation gegenüber - und dann kann Bob Bradley unter anderem wieder auf Leistungsträger wie Landon Donovan zurückgreifen. Zwar konnten die USA noch nie im Azteken-Stadion gewinnen, doch die Niederlage von East Rutherford hat gezeigt, dass auch die beste Statistik irgendwann ein Ende hat.
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