22.10.2002 00:25 |

98.000$

Rekord-Strafe für Mail-Müll

Der Amerikaner Jason Heckel wurde vom obersten Gericht des Staates Washington für das Versenden von Spam-Mails zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteil. Der Richter im Berufungsverfahren sah eine einzige E-Mail als ausreichenden Beweis für Heckels illegale Spam-Aktivitäten.
Seit 1998 soll der Mann zwischen 100.000 undeiner Million Massensendungen pro Woche verschickt haben. Dieeigentliche Strafe beträgt zwar nur 2000 Dollar. Doch zusätzlichmuss er nun auch Gerichtskosten von über 96.000 US-Dollartragen. Heckels Anwalt kündigte an, das Urteil anzufechten.Gelingt ihm dies nicht, dürfte es in den USA als Präzedenzfalleine ganze Welle von Klagen gegen Spam-Versender nach sich ziehen.Der Mail-Müll-Versender hat jahrelang pro Monat dreißigbis fünfzig Exemplare seiner 46-seitigen Online-Broschüre"How to Profit from the Internet" verkauft haben, für dieer in den Mails geworben hat. In Washington gibt es seit 1998ein E-Mail-Gesetz. Es stellt Werbe-Mails mit irreführendemInhalt oder einer Absenderadresse, auf die man nicht antwortenkann, unter Strafe. Inzwischen haben aber auch andere US-Staatenähnliche Gesetze erlassen.
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