Freude und Tränen lagen bei der erfolgreichsten Paraski-Familie der Welt ganz dicht beieinander. Johannes Aigner gewann mit Guide NIco Haberl beide Weltcup-Abfahrten in Tignes und damit auch die kleine Kristallkugel. Seine Schwestern Veronika und Elisabeth weinten dagegen wegen einer Verletzung.
Nach dem Schnalzer im Knie bei der ersten Abfahrt war für Elisabeth Aigner sofort klar, dass etwas passiert ist. Sie schwang als Guide für ihre sehbehinderte Schwester Veronika ab, setzte sich in den Schnee. Dann kamen auch schon die Schmerzen: „Die waren so groß, dass mir Vroni die Ski abschnallen musste. Das wäre nicht mehr gegangen“, so die 27-Jährige zum ORF. „Ich habe nach dem Sturz nur geweint. Vroni ist mir bei mir gesessen und hat mitgeweint.“
Diagnose ist noch geheim
Donnerstag war Lisi in Innsbruck. Sie bekam eine Spritze gegen die Schmerzen und die Schwellung. Die Diagnose blieb aber noch geheim. Mama Petra sagt: „Sie hat sich nicht bei mir gemeldet. Das werte ich als gutes Zeichen. Denn wenn es fürchterlich gewesen wäre, hätte sie ziemlich sicher schon angerufen.“ Kurz nach der Verletzung hatte Elisabeth gesagt: „Bis zu den Paralympics in Cortina sind es noch vier Wochen. Ich probiere es wie Lindsey Vonn.“ Es gibt mehrere Beispiele, die ihr für den Fall eines Kreuzband-Risses Mut machen. So fuhr Marc Girardelli einst jahrelang ohne Kreuzband. Snowboard-König Benjamin Karl hielt fest: „Sigi Grabner gewann mit Schiene trotz Kreuzbandriss Weltcup-Rennen.“
Trotz des dicken Fragezeichens hinter einem Start bei den Paralympics in Cortina gab es auch einen freudigen Moment für die Schwestern in Tignes. Sie stehen trotz des Ausfalls vorzeitig als Siegerinnen im Gesamtweltcup der sehbehinderten Klasse fest. Und auch die kleine Kristallkugeln für Abfahrt und Super-G sind ihnen nicht mehr zu nehmen.
Drei Kugeln sind schon fix
Ihr Bruder Johannes bekam in Tignes die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup schon überreicht. Die große Kugel und jene für den Super-G hat der Niederösterreicher auch schon sicher. Sehr gut schaut es im Slalom aus. Nur im Riesentorlauf ist er derzeit Zweiter hinter dem Italiener Giacomo Bertagnolli.
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