Peinlich, peinlich

Real-Stars haben IOC-Kommission versetzt

Fußball
07.05.2009 14:47
Die Fußballer von Real Madrid haben die IOC-Evaluierungskommission versetzt, die die Olympia-Kandidatur der spanischen Hauptstadt für 2016 unter die Lupe nimmt. Die Delegierten des IOC hätten auf dem Rasen des Bernabeu-Stadions mit den vier Real-Stars Raul, Iker Casillas, Guti und Michel Salgado zusammenkommen sollen. Die Kicker erschienen zu dem Treffen jedoch nicht.

"Dies war ein Eigentor der Madrider Olympia-Bewerber", schrieb die Zeitung "El País" am Donnerstag. Das Sportblatt "As" ging mit dem spanischen Fußballmeister hart ins Gericht: "Real ist ein permanentes Ärgernis. Der Verein übertrifft sich selbst an Desorganisation und Unhöflichkeit."

Der Club sprach von einem Missverständnis und wies darauf hin, dass er die Teilnahme seiner Fußballer an dem Treffen nicht zugesagt habe. Peinlich für Real war allerdings, dass beim Lokalrivalen Atletico die IOC-Delegierten von den Stars des Clubs empfangen wurden.

Leiterin der IOC-Kommission abgereist
Die Leiterin der IOC-Kommission Nawal El Moutawakel reiste vorzeitig aus der spanischen Hauptstadt ab. Die Marokkanerin, 400-Meter-Hürden-Olympiasiegerin von 1984, war nach IOC-Angaben vom marokkanischen König Mohammed VI. nach Rabat zurückberufen worden. Sie ist in ihrem Heimatland Sportministerin und sollte an einer Kabinettssitzung teilnehmen. Dort sollte ein neues Sportgesetz verabschiedet werden.

Die IOC-Kommission besucht in dieser Woche Madrid als letzte der vier Kandidaten-Städte. Neben der spanischen Hauptstadt bewerben sich Rio de Janeiro, Tokio und Chicago um die Ausrichtung der Sommerspiele 2016. Die Entscheidung über den Austragungsort fällt am 2. Oktober in Kopenhagen.

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