Der portugiesische Teamkicker sorgte mit einem Ausraster in einer hitzigen Schlussphase im Bernabeu-Stadion sogar für Kopfschütteln unter den Real-Fans. Nachdem der Referee nach einer Attacke des Innenverteidigers an Casquero beim Stand von 2:2 in der 87. Minute auf Elfmeter entschieden hatte, rastete Pepe aus. Der 26-Jährige trat noch gegen den zu Boden fallenden Gegenspieler und fuhr ihm im Vorbeilaufen mit den Fuß über den Rücken.
Im anschließenden Gemenge schlug Pepe, der die Rote Karte sah, noch einem weiteren Getafe-Akteur ins Gesicht. Beim Abgang vom Spielfeld soll der gebürtige Brasilianer auch noch den vierten Offiziellen beleidigt ("Ihr seid alle Hurensöhne") haben. Real-Torhüter Iker Casillas entschärfte den Elfmeter, ehe Higuain mit seinem 18. Saisontor noch das 3:2 erzielte. Nach dem Siegestreffer brach Pepe erneut eine Verbandsregel, als er zum Jubeln aufs Feld stürmte.
Casillas kritisiert Pepe
"Man kann ein Spiel gewinnen oder verlieren, aber ein Spieler kann sich nicht so benehmen", meinte Getafe-Präsident Angel Torres, der eine Sperre von zehn Spielen forderte. Real-Trainer Juande Ramos versuchte seinen Schützling, der sich nach dem Schlusspfiff für seine Aktion entschuldigte, zu verteidigen. Pepe habe lediglich in die Luft schlagen wollen, nicht aber auf den Spieler. Weniger nachsichtig zeigte sich hingegen Mitspieler Casillas. "Was Pepe getan hat, kann man nicht tun, wenn man das Trikot von Real Madrid trägt", meinte der spanische Europameister.
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