Die markante Konjunkturabschwächung und die geringe Nachfrage nach Elektromotoren träfen die ATB speziell im Bereich Industrial Motors und führten zu einer starken Unterauslastung in Spielberg. Kurzarbeit gebe es derzeit nicht, teilte ATB am Freitag mit.
Kündigungen, um Standort zu sichern
Der merkliche Rückgang der Nachfrage zwinge zu den Maßnahmen. Man sei gezwungen, Personal am Produktionsstandort Spielberg ebenso wie "Fixkosten in diesem von hohem Kostendruck und starkem Wettbewerb geprägten Geschäftsfeld zu reduzieren, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben". Damit solle der Standort Spielberg abgesichert werden.
Für die 80 Mitarbeiter soll gemeinsam mit der Belegschaftsvertretung eine sozialverträgliche Lösung erarbeitet werden. Weitere Kündigungen sind möglich: Man schließe "in Abhängigkeit der weiteren Konjunktur- und Marktentwicklung weitere Kapazitätsanpassungen nicht aus", hieß es.
Stammbelegschaft betroffen
Kurzarbeit werde derzeit noch nicht gemacht. Wie Betriebsrat Michael Leitner Mitte des Monats bekanntgegeben hatte, werde man auch versuchen, mit dem Aufbrauchen von Resturlaub und dem Konsumieren von Zeitausgleich auszugleichen. Leiharbeiter gibt es bei der ATB in Spielberg kaum mehr, bei der Reduktion müssten also Stammbeschäftigte gehen. Bei ATB gibt es seit Jahren eine Betriebsvereinbarung, wonach nur fünf Prozent der Belegschaft aus Leiharbeitern bestehen dürfen.
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