Der Energiepreis wird für die 38.000 Gaswärme-Kunden um zehn Prozent gesenkt, was im Gesamtpreis einer Reduzierung um 6,36 Prozent gleichkommt. Dieser Schritt erfolge nahezu zeitgleich mit ähnlichen Maßnahmen in Niederösterreich, Oberösterreich und Wien. "Während in anderen Bundesländern darüber hinaus ab 2009 mit höheren Netznutzungsentgelten zu rechnen sein wird, werden die Kunden der Energie Steiermark voraussichtlich auch hier eine weitere Senkung erhalten", so Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris. Man bewege sich derzeit und auch künftig im Vergleich der österreichischen Anbieter im "günstigen Mittelfeld".
Auch die Energie Graz, an der die Energie Steiermark und die Grazer Stadtwerke AG je 49 Prozent sowie die Stadt Graz zwei Prozent halten, wird für ihre 16.000 Gaskunden den Preis analog senken.
Landesregierung muss Rückzahlung noch absichern
Der Landtag hat übrigens Haushalten mit bis zu 20.000 kW/h Jahresverbrauch die Refundierung der Erhöhung vom 15. November bis zur nächsten Abrechnung zugesagt, ein diesbezüglicher Beschluss der Landesregierung steht noch aus. Mit der nunmehrigen Senkung wird der Landeszuschuss aus der Dividende entsprechend geringer ausfallen.
"Richtige Richtung" oder "undurchsichtiges Modell"
Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) sprach von "einem Schritt in die richtige Richtung". BZÖ-Landesobmann Abg. Gerald Grosz hingegen forderte eine Senkung von 25 Prozent "statt eines undurchsichtigen Bonusmodelles". Für die KPÖ meinte Landtagsabgeordneter Werner Murgg, trotz sinkender Rohstoffpreise bleibe unterm Strich eine saftige Erhöhung. Er halte es für "untragbar", dass die Bevölkerung weiterhin den Launen der Manager ausgeliefert sei, obwohl dem Land die Mehrheit der Energie Steiermark gehöre.
ÖVP spricht von "Mogelpackung"
Der Klubobmann der steirischen ÖVP, Christopher Drexler sieht eine "Mogelpackung". Drexler forderte die "sofortige und vollständige" Zurücknahme der Preiserhöhung vom 15. November. "Wenn ich den Preis zuerst um 25,7 Prozent erhöhe um dann eine 6,36-prozentige Senkung als Erfolg verkaufen will, dann ist das eine Farce", meinte Drexler. Eine Senkung des Gaspreises mit Februar sei außerdem ein weiterer Beweis für die "Chaos-Energiepolitik" von Landeshauptmann Franz Voves (S). Im Winter, wenn die Menschen viel Gas zum Heizen verbrauchen, werde der Preis hoch gehalten. Es dürfe nicht sein, dass die Kunden "die Zeche für eine verfehlte Einkaufspolitik des Managements zahlen sollen", so Drexler.
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