Neuer "Volkssport"

Schüler stellen Videos von Lehrern ins Netz

Österreich
24.06.2008 07:29
Es ist ein neuer "Volkssport" an Österreichs Schulen, der immer ärgere Ausmaße annimmt: Lehrer bei (zuvor provozierten) Ausrastern mit dem Handy filmen und die Videos des verärgerten oder verängstigten Pädagogen dann ins Internet stellen. Was viele Jugendliche nicht wissen: Der Scherz kann vor Gericht enden.

Über die Eskalation an der Fohnsdorfer Wirtschafts-Schule in der Steiermark hat Krone.at berichtet: Vier Mädchen provozieren einen Lehrer so lange ohne Pause, bis sich der panisch in einem leeren Klassenzimmer einsperrt - und mit dem Handy Alarm schlagen muss. Das Ziel der Jugendlichen: Den Lehrer beim Ärgern filmen und ab mit dem Video auf die Internetplattform "YouTube". 

Dort gibt es bereits ein weltweites Archiv mit tobenden, schreienden und komplett ausrastenden Pädagogen. Heimlich aufgenommen von jenen Schülern, die für den "psychischen Ausnahmezustand" des Lehrpersonals überhaupt erst verantwortlich sind. 

Der steirische Landesschul-Präsident Erlitz warnt: "Das ‚Abschießen‘ von Lehrern ist verboten!" Außer Personen des öffentlichen Interesses darf niemand - gegen seinen Willen - gefilmt werden. Die Folgen: zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch mit Entschädigungsforderungen.

Von Michael Pommer und Christa Blümel, Kronen Zeitung

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