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05.12.2016 - 03:43
Foto: dpa/Stephan Jansen, Screenshot Facebook

Facebook- Party ufert aus: Polizeieinsatz in Tirol

15.12.2014, 08:36
Nächtliches Chaos am idyllischen Wattenberg in Tirol: Eine 18-Jährige lud via Facebook zu einer Party – es sollten aber nur Freunde kommen. Doch plötzlich wurde die Einladung wie bei einem Schneeballsystem zigfach geteilt. Die Folge: 150 Nachtschwärmer wüteten in und um das Holzhaus. Erst mehrere Polizeistreifen konnten den Spuk beenden.

"Wir sind selbst total erschrocken, dass diese Feier dermaßen eskaliert ist", sagte der Vater der 18- Jährigen. Auch das Mädchen war tags darauf völlig konsterniert. Dabei hatte die Familie alles andere als Chaos im Sinn: Die 18- Jährige wollte im Holzhaus, das den Großeltern gehörte, eine (überschaubare) Party veranstalten.

"Dabei könnte ein Fehler passiert sein"

Man fragte sogar noch die Nachbarn, ob die Gäste rund um das Haus parken dürften. Bei der Einladung via Facebook wollte die Jugendliche die Party als "geschlossene Veranstaltung" einstellen. "Dabei könnte ein Fehler passiert sein, das muss noch genau ermittelt werden", heißt es von der Polizei Wattens. Fest steht: Letztlich wurde die Einladung zigfach geteilt, rund 150 Feierwütige strömten daher am Samstagabend auf den Wattenberg.

"Da waren gänzlich fremde Cliquen dabei. Die Besucher haben den Partyraum im ersten Stock des Hauses verwüstet, sogar die Schalungen von Wänden gerissen", erzählt der Vater.

Nachbarn alarmieren Polizei

Auch auf der Straße ging es hoch her - und vor allem laut. Nachbarn alarmierten um 23.35 Uhr die Bezirksleitstelle Hall. Sieben Streifen rückten daraufhin aus und vertrieben die großteils angeheiterten Nachtschwärmer. Laut Polizei war nicht nur Alkohol im Spiel. Zumindest in einem Fall wurde eine geringe Menge Marihuana sichergestellt.

Nun droht eine Palette von Anzeigen - u.a. wegen Lärmerregung und Ordnungsstörung. Weil die "öffentliche Veranstaltung" entgegen der Gesetzesvorschrift nicht gemeldet war, könnte auch die 18- Jährige zur Verantwortung gezogen werden.

15.12.2014, 08:36
Andreas Moser, Kronen Zeitung
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