Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
24.02.2017 - 21:33
Foto: AP

WWF will mit Drohnen Jagd auf Wilderer machen

12.12.2012, 09:31
Im Kampf gegen illegale Wilderei in Afrika und Asien hat die Umweltschutzorganisation WWF jetzt prominente Unterstützung erhalten: Google spendete fünf Millionen US-Dollar, um die Jäger mithilfe "ferngesteuerter Flugobjekte" aus der Luft aufzuspüren, wie der WWF in einer Aussendung mitteilte.

Vergeben wurde die Spende im Rahmen der Global Impact Awards , mit denen Google Organisationen unterstützen möchte, "die versuchen, mittels Technologien und innovativen Ansätzen die großen Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen".

Der World Wildlife Fund, kurz WWF, will das Geld nun verwenden, um mit "modernster Technologie" gegen Wilderer und Schmuggler vorzugehen, die es auf vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Elefanten, Nashörner oder Tiger abgesehen haben.

Neben der Implementierung und Verwendung spezieller Sensoren, einer Technologie zur Kennzeichnung von Wildtieren sowie einer Analysesoftware zur Verbesserung der Ranger- Patrouillen sollen dabei auch "ferngesteuerte Luftüberwachungssysteme" zum Einsatz kommen. Sprich: Drohnen.

"Es geht um neue Beobachtungswerkzeuge, mit denen wir die explodierende Wilderei eindämmen können. Andernfalls würde wir Arten wie wildlebende Nashörner und Elefanten aussterben sehen", so WWF- Chef Carter Roberts in der Mitteilung . Schätzungen zufolge werden mit dem Verkauf und Handel der seltenen Tierarten jährlich sieben bis zehn Milliarden US- Dollar verdient.

"Kriegerischer Konflikt rund um die Wilderei"

Die Wilderei in Afrika bedroht dabei nach Ansicht des WWF die Stabilität ganzer Staaten auf dem Kontinent. Wilderei sei längst kein reines Artenschutzproblem mehr, heißt es in einem Bericht der Organisation. "In Afrika tobt, bisher vor der Weltöffentlichkeit weitgehend verborgen, ein kriegerischer Konflikt rund um die Wilderei."

Besonders Elefanten und Nashörner würden gejagt. Doch nicht nur das Leben der Tiere, auch das der Menschen sei in Gefahr, wenn die Savannen und Regenwälder leergeschossen würden. Marodierende Reiterhorden oder paramilitärisch anmutende Kampftruppen gefährdeten auch Menschenleben. Laut WWF fallen bewaffnete Reiter mit Pferden und Kamelen in Zentralafrika ein. Das destabilisiere ganze Regionen.

Dennoch werde das Problem als reines Umweltproblem betrachtet und nur mit halber Kraft angegangen, obwohl es Frieden und Sicherheit gefährde. Der WWF kritisiert, dass es kaum internationale Zusammenarbeit und Absprachen zwischen den Behörden gebe - im Gegensatz zu den international agierenden Banden.

Gewinne zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten

Die Schmugglerbanden seien vernetzt und kontrollierten den illegalen Handel über Grenzen hinweg. "Die Gewinne werden auch für die Finanzierung ziviler Konflikte und terroristischer Aktivitäten verwendet", sagte der Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland, Volker Homes. Die Vereinten Nationen sollten das Problem so ernst nehmen wie den Handel mit Drogen oder Menschen und nicht mehr als Randthema im Wirtschaftsausschuss betrachten.

"Die Wilderei auf Elefanten und Nashörner hat in den vergangenen fünf Jahren bedrohlich zugenommen", sagte Homes. Längst sicher geglaubte Naturschutzerfolge der vergangenen Jahrzehnte könnten in kürzester Zeit zunichtegemacht werden. Der Grund sei eine gestiegene Nachfrage in Ost- und Südostasien. Die Weltöffentlichkeit müsse für ein Umdenken sorgen, um diese Nachfrage zu bremsen. Tatsächlich werde sie aber noch immer größer.

Wilderer immer brutaler

"Nach aktuellem Stand sind seit Anfang 2012 weit über 10.000 Elefanten aus den Wäldern und Savannen Afrikas verschwunden und allein im südlichen Afrika wurden im ablaufenden Jahr pro Tag rund zwei Nashörner erlegt", hieß es. Vor fünf Jahren sei es nur ein gewildertes Nashorn pro Monat gewesen. Dabei würden die Wilderer immer brutaler, auch gegenüber Menschen. Allein im ersten Halbjahr 2012 seien in Afrika 19 Ranger getötet worden.

12.12.2012, 09:31
ser
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum