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09.12.2016 - 06:33
Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik (Symbolbild)

Viren- Millionenheer hat es auf Android abgesehen

02.10.2013, 10:28
Das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro warnt in seinem neuesten Bedrohungsreport vor einem starkem Zuwachs bei Viren, Trojanern und Würmern, die es auf Android-Smartphones abgesehen haben. Mittlerweile soll die Zahl der Android-Schädlinge die Millionenmarke überschritten haben, ein Ende des Wachstums ist noch lange nicht in Sicht. Die Gefahr steigt auch, weil immer mehr Menschen ihr Smartphone zum Online-Banking nutzen.

Hatte Trend Micro Ende 2012 noch 350.000 Android- Viren gezählt, sind es ein Jahr später gleich drei Mal so viele. Mehr als eine Million Schädlinge sollen dem Antiviren- Unternehmen zufolge derzeit in Umlauf sein und auf ihre Chance warten, Android- Smartphones zu infizieren.

Schadsoftware wird oft als harmlose App getarnt

Der Großteil dieses Malware- Millionenheers tarnt sich dabei als normale App. Fast zwei Drittel der bekannten Android- Schädlinge gehören zu den Malware- Gruppen "Fakeinst" und "Opfake". Damit benennt Trend Micro Schädlinge, die auf den ersten Blick nach einer normalen App aussehen, im Hintergrund aber Schaden anrichten.

In diesem Zusammenhang warnt das Unternehmen besonders von einer verseuchten Variante des Games "Bad Piggies", die zahlreiche Smartphones infiziert und dem IT- Portal "ZDNet"  zufolge zeitweise sogar in Googles Play Store ihr Unwesen getrieben haben soll.

Nutzer merkt erst etwas, wenn's zu spät ist

Fake- Apps versenden zum Teil im Hintergrund Kurzmitteilungen an Mehrwertnummern oder installieren weitere schädliche Programme. Der Nutzer wird in der Regel erst dann darauf aufmerksam, wenn ihn etwa eine hohe Telefonrechnung stutzig macht. Oder auch gar nicht, wenn Malware nachinstalliert wird und der Nutzer sein Handy nicht regelmäßig auf Ungereimtheiten prüft. Unbemerkt geschieht mitunter auch der Upload von Nutzerdaten.

Neben diesen gefährlichen Android- Schädlingen warnt  Trend Micro auch vor dubioser Adware, also Apps, die exzessiv Werbung einblenden. Es komme durchaus vor, dass diese Anwendungen Daten über den Benutzer und sein Gerät sammeln und diese ohne die Zustimmung des Users an den App- Urheber senden.

Mobiles Online- Banking besonders gefährlich

Besondere Gefahr drohe aktuell von Banking- Malware, warnen die Virenforscher. Weil immer mehr Menschen ihre Smartphones und Tablets auch für ihre Bankgeschäfte nutzen, wächst das Interesse Cyberkrimineller, auf den Geräten Bank- und Kontoinfos auszuspähen.

Dabei ziehen die Kriminellen alle Register, die ihnen auch am PC zur Verfügung stehen. Phishing- Mails sollen auf gefälschte mobile Banken- Websites führen, und mitunter würden den Nutzern auch gefälschte Versionen von Banking- Apps untergejubelt, so Trend Micro .

Bester Schutz: Misstrauen und Gratis- Scanner

Der wirksamste Schutz gegen die zunehmende Gefahr auf Android- Smartphones bleibt unterdessen gesundes Misstrauen. Wer bei der Installation einer App genau beobachtet, welche Berechtigungen eine Anwendung einholt, kann dubiose Programme oft gleich bei der Installation erkennen.

Generell empfiehlt sich zudem, die Finger von inoffiziellen App- Stores zu lassen. Während Google Anwendungen im Play Store genau prüft, gelangt Schadsoftware oft gänzlich ungeprüft in inoffizielle Marktplätze. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift außerdem zu einem der oft gratis in Googles Play Store erhältlichen Virenscanner.

02.10.2013, 10:28
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