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04.12.2016 - 07:19
Foto: twitter.com/anildash, twitter.com/littleBits, AP

Obama holt "Bombenbauer" (14) ins Weiße Haus

17.09.2015, 08:17
Weil er eine selbst gebastelte Uhr mit in die Schule gebracht hat, um sie seinen Lehrern zu zeigen, wurde ein 14-jähriger Bursch im US-Bundesstaat Texas von der Polizei verhaftet, abgeführt und verhört. Lehrer hatten die Cops gerufen, weil sie vermuteten, bei der Uhr handle es sich um eine Bombe. Der Fall löste in den USA eine Diskussion über Vorurteile gegen Muslime aus, in die sich am Ende sogar Präsident Obama einschaltete. Er lud den "Bombenbauer" via Twitter ins Weiße Haus ein.

Eigentlich hätte es für den 14- jährigen Ahmed Mohamed ein ganz besonderer Schultag werden sollen. Der Bursch, der in seiner Freizeit gerne an technischen Geräten bastelt, hatte aus einer Leiterplatte, einem Display und einer Batterie eine Digitaluhr gebaut und nahm sie mit in die Schule, um sie seinem Werklehrer zu zeigen.

Dieser sprach Ahmed Anerkennung aus und lobte das Projekt. Er empfahl ihm allerdings auch, die Uhr keinen anderen Lehrern zu zeigen. Weil die selbst gebastelte Uhr während des Unterrichts piepste, kam Ahmed kurz darauf aber nicht umhin, auch anderen Lehrern sein Werk zu präsentieren. Diese reagierten nicht mit Anerkennung auf die Uhr, sondern hielten sie für eine Bombe - oder zumindest einen Bestandteil davon.

14- Jähriger von vier Polizisten abgeführt

Die Schule rief einem "Mashable"- Bericht  zufolge die Polizei herbei, der 14- jährige Bastler im NASA- Leiberl wurde von vier Polizisten in Handschellen abgeführt und verhört. Das Ergebnis der Befragung: Der Bursch hatte eigenen Angaben zufolge tatsächlich nichts anderes als eine Uhr gebaut. Für Ahmeds Eltern ist das Verhör ein Skandal. Ihre Vermutung: Die Polizei wurde nur eingeschaltet, weil Ahmed einen muslimischen Hintergrund hat.

Der Vater des Burschen glaubt, sein Sohn wurde wegen seines Namens misshandelt - "und wegen des 11. Septembers". Alia Salem vom Council on American- Islamic Relations stimmt zu: "Die Frage würde sich nicht stellen, wenn sein Name nicht Ahmed Mohamed wäre. Er ist ein aufgewecktes Kind, schlau, und wollte das mit seinen Lehrern teilen." Der Vater des Tüftlers fügt im Gespräch mit "The Verge"  hinzu, sein Sohn wolle "bloß gute Dinge für die Menschheit erfinden".

Obama lädt Bastler Ahmed ins Weiße Haus ein

Der Fall Ahmed Mohamed wurde auf Twitter tausendfach geteilt und beschäftigte zuletzt sogar das Weiße Haus. Über den Kurznachrichtendienst Twitter ließ US- Präsident Barack Obama den Burschen wissen: "Coole Uhr, Ahmed! Willst du sie mal mit ins Weiße Haus bringen? Wir sollten mehr Kinder wie dich inspirieren, Wissenschaft zu mögen. Das ist es, was Amerika groß macht."

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