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22.07.2017 - 01:23
Foto: Lenovo, thinkstockphotos.de

Lenovo Tech World: Das sind die Handys der Zukunft

13.06.2016, 15:41

Die Zukunft des Handys kommt aus Österreich - zumindest teils. Gemeinsam mit Infineon in Graz hat Lenovo das erste "sehende" Smartphone entwickelt, das Phab 2 Pro, das mittels "Tango"- Tiefenkamera seine Umwelt erfasst wie ein Mensch. krone.at war bei der Enthüllung des Hightech- Geräts dabei und hat auf Lenovos Hausmesse Tech World noch einige andere futuristische Ideen entdeckt. Manche kommen schon in den nächsten Monaten auf den Markt, andere sind noch Jahre entfernt. Eine Bestandsaufnahme.

Mit dem aus dem Google- Forschungsprojekt "Tango"  hervorgegangenen Phab 2 Pro will Lenovo im Herbst das Zeitalter "sehender" Smartphones einläuten. Das Gerät scannt mit der Tiefenkamera aus Graz seine Umgebung, erfasst Räume und Gegenstände, misst Entfernungen - und reichert die reale Welt auf Wunsch mit virtuellen Dingen an, die man durchs Handy- Display betrachten kann.

Mit der Tiefenkamera kann man beispielsweise virtuelle Möbel in einem echten Raum platzieren.
Foto: Lenovo

Digitale Objekte in der realen Welt

Eine leere Wohnung mit virtuellen Möbeln einrichten, Objekte ohne Maßband abmessen, virtuelle Saurier ins Klassenzimmer stellen, in Innenräumen navigieren oder Spiele mit in der realen Umgebung herumturnenden digitalen Protagonisten: Mit "Tango"- Handys wird das laut Lenovo möglich. Wie das aussieht, sehen Sie hier:

Die Auswahl bei "Augmented Reality"- Apps, mit denen die Fähigkeiten der Tiefenkamera genutzt werden, ist derzeit überschaubar. Bis zum Marktstart des Phab 2 Pro im Herbst haben App- Entwickler aber noch Zeit, Anwendungen dafür zu programmieren. Dann wird sich zeigen, ob sich "Tango" wirklich durchsetzt.

Magnetische Erweiterungsmodule beim Moto Z

Eine andere futuristische Idee verfolgt Lenovo beim neuen Moto Z. Die nur 5,2 Millimeter dünne Android- Flunder - es wird auch eine etwas dickere "Force"- Variante mit bruchfestem Display wie im Moto X Force  geben - bietet an der Rückseite einen magnetischen 16- Pin- Anschluss, über den man Zusatzmodule nachrüstet.

Foto: Lenovo

Zum Start im Herbst wird es ein Beamer- Modul, einen Zusatz- Akku und ein JBL- Lautsprechermodul geben, weitere Nachrüst- Module sind in Planung.

Zwar hat LG mit dem G5  kürzlich ein ähnliches Konzept vorgestellt, Lenovos Moto Z macht jedoch einen durchdachteren Eindruck. Die einzelnen Module können im Gegensatz zum Rivalen im laufenden Betrieb gewechselt werden, der magnetische Andock- Mechanismus hinterließ beim Ausprobieren einen praktischen Eindruck und hält die Module zuverlässig fest.

Laut Lenovo sollen Moto- Z-Smartphones durch ihre Erweiterungsfreudigkeit deutlich länger Freude bereiten als andere Geräte. Man verspricht sogar, das Design in den kommenden Jahren unangetastet zu lassen, damit die Module auch mit etwaigen Nachfolgemodellen kompatibel bleiben.

Unser Ersteindruck: Im Kombination mit der generell starken Hardware im Moto Z - AMOLED- Display mit 2560 mal 1440 Pixeln, Snapdragon- 820- Prozessor, vier Gigabyte RAM, lichtstarke Kamera mit Laser- Autofokus - könnte die modulare Bauweise durchaus den einen oder anderen Nutzer von dem Gerät überzeugen. Schließlich sind die magnetischen Module ein echtes Novum am Handymarkt.

Bieg- und faltbare Smartphones gezeigt

Während das modulare Moto Z und das "sehende" Phab 2 Pro schon im Herbst auf den Markt kommen, sind die bieg- und faltbaren Smartphone- Konzepte, die Lenovo auf der Tech World außerdem gezeigt hat, noch Zukunftsmusik. Die Prototypen Folio und cplus setzen auf biegsame OLED- Bildschirme und können wie eine Zeitung zusammengelegt oder wie eine Uhr ums Handgelenk geschnallt werden.

Das Problem bei diesen Konzepten: Noch ist beileibe nicht jede Komponente eines Smartphones biegsam, Lenovo musste beim Folio und cplus also tricksen. Starre Teile wie Akku und Platine sitzen deshalb in jenen Bereichen des Gehäuses, die nicht verformt werden. Wirklich flexibel ist bei diesen Konstruktionen einzig das Display.

Hinzu kommt: Die OLED- Bildschirme sind zwar biegsam, aber nicht für den Langzeitbetrieb in einem klappbaren Gerät ausgelegt. Erste Tests hätten gezeigt, dass die Displays mit der Zeit ausleiern, also recht anfällig für Schäden sind, heißt es von Lenovo. In drei bis fünf Jahren dürfte die Technologie jedoch bereit für den Massenmarkt sein, hoffen die Ingenieure.

13.06.2016, 15:41
der, krone.at
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