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Steinhof-Gründe in Wien: Häupl bremst Monster-Bauprojekt

28.10.2011, 13:43
Steinhof-Gründe in Wien: Häupl bremst Monster-Bauprojekt (Bild:  (Bild: Peter Tomschi))
Riesenerfolg nach dem "Krone"- Aufruf gegen die Verschandelung der historischen Wiener Steinhof- Gründe: Wie Bürgermeister Michael Häupl am Freitag bekannt gab, wird das Monster- Bauprojekt rund um 600 Bonzen- Wohnungen auf dem Areal des Otto- Wagner- Spitals (Bild) in dieser Form gestoppt. Es kommt eine massiv zusammengestutzte Variante. Der Stadtchef garantiert auch, dass denkmalgeschützte Pavillons und der Park nicht angetastet werden.

Wochenlang lief eine Bürgerinitiative   mit Unterstützung der "Krone"- Familie Sturm gegen das Bauvorhaben (siehe Infobox). Kein Wunder, sollten doch ab Mitte 2012 rund 600 Neubau- Wohnungen entstehen - teils in den historischen Pavillons, teils auch in Neubauten dazwischen. Diesen Objekten wäre neben dem traditionsreichen Gebäude- Ensemble auch ein Großteil des naturbelassenen Naherholungsgebiets zum Opfer gefallen.

Die Entscheidung für das Aus des Bauvorhabens in dieser Form fiel nach langwierigen Experten- Verhandlungen. Hier die Details:

  • Der Bau des Reha- Zentrums der Vamed im Ostteil des Areals, für das eine Baubewilligung vorliegt, wird fortgesetzt. Die vier alten Gebäude in diesem Bereich werden saniert und mit Wohnungen ausgestattet.
  • Das nördlich davon gelegene Wohnprojekt ist ersatzlos gestrichen.
  • Das Bauvorhaben der Gesiba muss zurück an den Start: Hier muss alles unter größtmöglicher Schonung des Baumbestandes neu geplant werden. Auch die Option auf weitere Baugründe wird zurückgenommen.

Bürgerinitiative weiter skeptisch

Häupl kann zwar nicht sagen, wie viele Wohnungen letztlich herauskommen werden: "Ich garantiere aber, dass die historischen Pavillons nicht angetastet werden. Dafür brauchen wir ein neues Nutzungskonzept." Auch die Neubauten dazwischen seien vom Tisch.

Die Skepsis bei der Bürgerinitiative, die in den vergangen drei Wochen unzählige Unterschriften von besorgten Wienern und Anrainern gesammelt hat, bleibt: "Wir kennen die Details nicht. Wer weiß, was jetzt herauskommt. Das werden wir uns sehr genau anschauen." Auch die "Krone" wird die Entwicklungen auf den Steinhof- Gründen weiterhin genau verfolgen.

"Ergebnis statt Pappen- Aufreißen"

Die Grünen begrüßen die Bau- Bremse. Christoph Chorherr: "Wir waren bei den Änderungen involviert. Unser Motto war aber: 'Ergebnis statt Pappen- Aufreißen'. Wir sind froh, dass es jetzt in die richtige Richtung geht. Und was niemand vergessen sollte: Die FPÖ hatte ja für die Bauwidmung gestimmt."

Peter Strasser, Kronen Zeitung/red
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