Mo, 18. Dezember 2017

Sie ist sauer!

27.11.2017 11:46

Cheater (14) verklagt: Jetzt spricht seine Mutter

Mit "Fortnite: Battle Royale" hat Epic Games einen Multiplayer-Hit gelandet. Und damit Cheater gar nicht erst auf die Idee kommen, anderen den Spielspaß zu verderben, geht man mit aller Härte gegen Schummelei vor. Kürzlich wurden sogar zwei US-Cheater auf Schadensersatz verklagt, weil sie elektronische Zielhilfen entwickelt haben sollen. Wie sich nun herausstellt, ist einer von ihnen allerdings erst 14 und noch gar nicht klagbar. Seine Mutter ist sauer.

Sie hat sich laut einem Bericht des Gaming-Portals "Kotaku" mit einem Brief an das Gericht gewandt, vor dem der Prozess gegen ihren Sohn geführt werden soll. In dem Schreiben fragt sie, ob sich der Kläger eigentlich bewusst sei, dass es sich bei dem Cheater um einen 14-Jährigen handelt, der noch gar nicht klagbar ist.

14-Jähriger spielte ohne Erlaubnis seiner Mutter
Sie gibt auch an, ihr Sohn habe entgegen der vorgebrachten Anschuldigungen keine Schummel-Software programmiert, sondern sie nur gekauft. Und zu guter Letzt habe er auch gar nicht ihre Erlaubnis gehabt, "Fortnite" zu spielen. Die erboste Mutter glaubt an ein Komplott: "Ich glaube, dass sie nicht in der Lage sind, ihr Spiel frei von Cheatcodes und Modifikationen zu halten und mein 14-jähriges Kind als Opferlamm instrumentalisieren, an dem ein Exempel statuiert werden soll."

Mutter zweifelt an entgangenen Gewinnen
In ihrem Brief wirft die Mutter weitere Fragen auf. Sie zweifelt an, dass Epic Games durch die Cheaterei ihres Sohnes tatsächlich Gewinne entgangen seien - schon allein, weil es sich um ein Free-to-Play-Game handle, bei dem man ja kein Geld ausgeben müsse. Sie rät Epic Games auch, statt gerichtlich gegen Spieler vorzugehen, die Cheats nutzen, lieber gleich die Internetseiten aus dem Verkehr zu ziehen, auf denen elektronische Zielhilfen, sogenannte Aimbots, verkauft werden.

Bursche stellte Cheat-Videos auf YouTube
Es ist davon auszugehen, dass die Firma nicht wusste, dass es sich bei dem Cheater um einen 14-Jährigen handelt. Epic hatte ihn über seinen YouTube-Kanal aufgespürt, auf den er Videos hochgeladen hatte, die ihn bei der Nutzung von Cheat-Tools zeigen - inklusive Hinweis, wo die Tools zu bekommen seien. Dass der Bursche gar nicht auf Schadensersatz geklagt werden kann, dürfte Epic Games nicht bewusst gewesen sein. Der "Fortnite"-Hersteller könnte zwar die Mutter des Burschen verklagen. Die droht aber ihrerseits mit juristischen Schritten, sollte die Klage nicht fallengelassen werden.

 krone.at
Redaktion
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