Mo, 23. April 2018

Handgelenksarthrose

11.11.2017 06:00

"Ich kann wieder schreiben!"

Eine Behandlung mit Fettstammzellen half der Krankenschwester Ottilie Ebner gegen eine langjährige, schmerzhafte Abnützung im rechten Handgelenk.

Durch immer stärker werdende Schmerzen im rechten Handgelenk verlor die Krankenschwester Ottilie Ebner zunehmend ihre Eigenständigkeit. Damit wollte sie sich nicht abfinden und entschloss sich zu einer Behandlung der Arthrose im Handgelenk mit Stammzellen aus ihrem Körperfett. Heute ist ihre Hand wieder schmerzfrei, und sie kann den Alltag wie vor 20 Jahren meistern! Durch ihren Beruf war Ottilie Ebner gewohnt, für hilfsbedürftige Menschen da zu sein. Umso genauer weiß die Salzburgerin, wie wichtig Eigenständigkeit im Alltag für die Lebensqualität ist. Die jahrzehntelange, harte Arbeit am Krankenbett blieb nicht ohne Spuren: Beim Öffnen einer Flasche spürte sie vor Jahren erstmals Schmerzen in der Hand, die sich in der Folge verschlimmerten. Tätigkeiten des täglichen Lebens wurden zur Herausforderung.

Die Diagnose lautete schließlich: Arthrose im Handgelenk. "Ich konnte weder schreiben noch mir selbst die Haare föhnen, nasse Tücher auswringen oder die Wäsche bügeln", blickt Frau Ebner zurück. Auch an Autofahren und Besuche im Fitnesscenter war nicht mehr zu denken. Physiotherapie und Medikamente brachten immer nur kurz Linderung. "Berichte über Stammzellen aus Fett, die bei Schmerzen in Gelenken helfen, weckten mein Interesse", berichtet Frau Ebner. Daraufhin wandte sie sich an den Wiener Arzt DDr. Karl-Georg Heinrich. Körperfett und dessen Bestandteile stehen seit Jahren im Mittelpinkt seiner ärztlichen Tätigkeit. DDr. Heinrich: "Fettgewebe enthält einen hohen Anteil an vitalen Zellen, die bei Verletzungen zur Regeneration beitragen. Bei der Gelenksbehandlung unterstützen wir durch Implantation körpereigener Fettstammzellen diese natürliche Selbstheilungsfähigkeit des Körpers."

Im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs unter örtlicher Betäubung saugte DDr. Heinrich Ottilie Ebner zuerst eine kleine Menge an Körperfett mit einer feinen Kanüle ab. Während des Eingriffs wurden daraus sogenannte mesenchymale Stammzellen abgetrennt und unmittelbar darauf beim betroffenen Handgelenk der Patientin injiziert. Nach der rund zweistündigen Prozedur konnte Frau Ebner die Ordination verlassen. "In der Folge regeneriert sich im Idealfall geschädigtes Gewebe, Entzündungen klingen und das Gelenk wird wieder beweglich", erklärt der Mediziner. Das belegen mittlerweile eine Reihe klinischer Studien. Endlich Erleichterung für Frau Ebner: "Die Schmerzen gingen nach und nach zurück." Bereits wenige Wochen später war die Patientin in der rechten Hand völlig beschwerdefrei und konnte wieder schreiben. "Inzwischen fahre ich selbst mit dem Auto und genieße meine wiedergewonnene Eigenständigkeit", berichtet sie zufrieden und hat kürzlich sogar auch wieder mit Fitnesstraining begonnen.

Arzt DDr. Heinrich freut sich über diesen Erfolg: "Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und chronischen Schmerzen infolge von Gelenksproblemen bedeutet es neue Lebensfreude, wenn Beweglichkeit und Beschwerdefreiheit wieder gewährleistet sind." Die Behandlung mit Fettstammzellen bietet vielen Patienten, für die ein künstliches Gelenk oder eine Operation unter Vollnarkose nicht infrage kommt, eine schonende Alternative.

Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung - Entgeltliche Einschaltung

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